Ausbildungsdauer

Betriebliche Ausbildungsdauer

Die Berufsausbildung zum Hauswirtschafter/zur Hauswirtschafterin dauert 3 Jahre. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Ausbildungszeit zu kürzen:

Möglichkeit 1 (bei Beginn der Berufsausbildung):

  • Die Berufsausbildung kann unter folgenden Voraussetzungen des/der Auszubildenden von drei auf zwei Jahre gekürzt werden (§ 8 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz):
    • Allgemeine Hochschulreife
    • Fachhochschulreife
      • Erfolgreicher Besuch der Fachoberschule
      • Auch der schulische Teil der Fachhochschulreife ermöglicht die Abkürzung der Ausbildungszeit. Diese Qualifizierung wird bereits erworben, wenn das Versetzungszeugnis der Klasse 11 in die Klasse 12 der gymnasialen Oberstufe vorliegt oder wenn die zweijährige höhere Berufsfachschule absolviert wurde (z. B. Höhere Handelsschule)
    • Einjähriges gelenktes Praktikum
      • Das Praktikum muss in demselben Beruf abgeleistet worden sein, in dem die Abkürzung beantragt wird
    • Abgeschlossene Berufsausbildung
  • Die Berufsausbildung kann unter folgenden Voraussetzungen des/der Auszubildenden gekürzt werden (§ 7 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz):
    • Berufsgrundschuljahr Ernährung und Hauswirtschaft: s echs oder zwölf Monate
    • Einjährige Berufsfachschule Ernährung und Hauswirtschaft: sechs oder zwölf Monate
    • Zweijährige, zu einem mittleren Bildungsabschluss führende Berufsfachschule Ernährung und Hauswirtschaft: sechs oder zwölf Monate

Möglichkeit 2 (Teilzeitberufsausbildung):

Der Antrag auf Abkürzung der Ausbildungszeit kann sich bei berechtigtem Interesse der Auszubildenden auch auf die Abkürzung der täglichen oder wöchentlichen Ausbildungszeit richten.

Möglichkeit 3 (Zulassung zur Abschlussprüfung vor Ablauf der Ausbildungszeit):

Während der Berufsausbildung kann der Auszubildende nach Anhören des Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf seiner Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn seine Leistungen dies rechtfertigen (§ 45 Abs. 1 Berufsbildungsgesetz).

Nach Beschluss des Berufsbildungsausschusses ist eine vorzeitige Zulassung um bis zu einem halben Jahr möglich, wenn die Leistungen mindestens gut sind:

  • in der Ausbildungsstätte und
  • in der Berufsschule in den für die Prüfung wesentlichen Fächern unter Berücksichtigung der Zwischenprüfung

Eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung um bis zu einem ganzen Jahr ist möglich, wenn die Leistungen sehr gut sind:

  • in der Ausbildungsstätte und
  • in der Berufsschule in den für die Prüfung wesentlichen Fächern unter Berücksichtigung der Zwischenprüfung

Auch bei einem Zusammentreffen mehrerer Voraussetzungen soll die Ausbildungszeit 24 Monate nicht unterschreiten.

Bei einer zweijährigen betrieblichen Ausbildungszeit beginnt die betriebliche Ausbildung in dem zweiten Ausbildungsjahr.

Verlängerung der Ausbildung

Elternzeit

Auflösung des Berufsausbildungsverhältnisses

Beginn der Ausbildungszeit: 1. August

Der 1. August wird im Regelfall als Anfangszeit der vertraglichen Ausbildung festgesetzt. Ausnahmen sind möglich.

Zu den Prüfungsterminen im Winter und Sommer kann jedoch nur zugelassen werden, wessen Ausbildungszeit nicht später als zwei Monate nach dem Prüfungstermin endet. Anderenfalls muss der nächstmögliche Prüfungstermin abgewartet werden, obwohl das Ausbildungsverhältnis bereits beendet ist.