Hinweise zum Ermitteln der Art der Benachteiligung und der LVZ einer Fläche im Sinne der Ausgleichszulage 2017

Im Flächenverzeichnis zum Sammelantrag 2017 sind in den Spalten 11 und 12 Angaben zur Art der Benachteiligung und zur LVZ einer Fläche anzugeben.

Die nachfolgend beschriebenen Möglichkeiten, stellen eine Hilfestellung zur Ermittlung dieser Informationen bei der Antragstellung dar. Eine Gewähr für die Vollständigkeit und Richtigkeit der gemachten Angaben kann aber nicht gegeben werden.

Grundsätzlich werden folgende Arten der Benachteiligung unterschieden:

  • 0 - kein benachteiligtes Gebiet
  • 1 - Berggebiet
  • 2 - benachteiligte Agrarzone
  • 3 - kleines Gebiet
  • 9 - uneinheitliche Benachteiligung

LVZ (Landwirtschaftliche Vergleichszahl)

Förderfähig sind Flächen bis zu einer LVZ von 30.

Hinweis:

Damit eine Fläche im Rahmen der Ausgleichszulage tatsächlich förderfähig ist, müssen neben der Lage in einem benachteiligten Gebiet mit einer LVZ von höchstens 30 noch weitere Voraussetzungen/Auflagen/Verpflichtungen erfüllt werden. Näheres dazu entnehmen Sie bitte den Antragsformularen (incl. Anschreiben), den Rechtsgrundlagen und den Hinweisen in der Beschreibung.

Ermittlung der Benachteiligung und LVZ

Für die 12 förderfähigen Gemarkungen mit uneinheitlicher Benachteiligung (Art der Benachteiligung = 9) in Nordrhein-Westfalen entnehmen Sie die Art der Benachteiligung und die LVZ bitte der unter Nr. 3 folgenden Aufstellung (sortiert nach Gemarkungsnamen). Für die aufgeführten Flurstücke existieren eventuell Nachfolge-Flurstücke, die hier nicht aufgelistet werden können, für die die Angaben zur Benachteiligung ggf. jedoch ebenfalls gelten.

Für die in 2017 ebenfalls förderbaren Flächen in Hessen oder Niedersachsen wenden Sie sich bitte an die Kreisstellen der Landwirtschaftskammer.

Die Angabe zu der Art der Benachteiligung und der LVZ können Sie für Flächen in Nordrhein-Westfalen auf zwei Arten prüfen:

Nachdem Sie die Anwendung aufgerufen haben, erscheint folgende Maske (hier nur auszugsweise dargestellt):

Feldblockfinder Startbildschirm

Nach Eingabe Ihrer ZID-Unternehmernummer starten Sie bitte den Feldblock-Finder.

Auf der linken Seite haben Sie nun über den Reiter „Suche“ die Möglichkeit Ihre Fläche durch Eingabe

  • des FLIK (Feldblocknummer) oder
  • des FLEK (Landschaftselement) oder
  • über das Flurstück zu suchen.

Sie können sich für den angezeigten Bildausschnitt die Kulisse grafisch darstellen lassen. Setzen Sie dazu unter dem Punkt „Legende“ ein Häkchen bei Förder-Kulissen und ein Häkchen bei „Benachteiligte Gebiete“. Liegt die Fläche innerhalb der Kulisse, wird sie rosa schraffiert dargestellt.

In der oberen Menüleiste befindet sich ein Info-Button Hilfe-Button im Feldblockfinder, hier nicht anklickbar..
Durch Anklicken aktivieren Sie in der Anwendung die Info-Funktion. Klicken Sie nun die gesuchte Fläche an. Im linken Teil der Maske wird nun im Reiter „Info“ nach einiger Zeit eine Tabelle mit Informationen zur Art der Benachteiligung und zur LVZ zu dem ausgewählten Feldblock angezeigt. Weiter Informationen zum Umgang finden Sie im Menü des Feldblockfinders bzw. hier:

3. Gemarkung mit uneinheitlicher Benachteiligung (9)

1. Gemarkung Deifeld (Hochsauerlandkreis, Gemeinde Medebach) - LVZ 10:

  • nur Flächen in den Fluren 9, 10 und 11 sind im Berggebiet (1)
  • alle anderen Flächen sind in der benachteiligten Agrarzone (2)

2. Gemarkung Elpe (Hochsauerlandkreis, Gemeinde Olsberg) - LVZ 9:

  • nur Flächen in den Fluren 10 und 11 sind im Berggebiet (1)
  • alle anderen Flächen sind in der benachteiligten Agrarzone (2)

3. Gemarkung Endorf (Hochsauerlandkreis, Gemeinde Sundern) - LVZ 20:

  • nur Flächen in den Fluren 14, 15, 27, 28 und 30 sind im Berggebiet (1)
  • alle anderen Flächen sind in der benachteiligten Agrarzone (2)

4. Gemarkung Fleckenberg (Hochsauerlandkreis, Gemeinde Schmallenberg) - LVZ 13:

  • nur Flächen in der Flur 11 sind im Berggebiet (1)
  • alle anderen Flächen sind in der benachteiligten Agrarzone (2)

5. Gemarkung Grafschaft (Hochsauerlandkreis, Gemeinde Schmallenberg) - LVZ 11:

  • nur Flächen in den Fluren 14, 15 und 19 sind im Berggebiet (1)
  • alle anderen Flächen sind in der benachteiligten Agrarzone (2)

6. Gemarkung Hallenberg (Hochsauerlandkreis, Gemeinde Hallenberg) - LVZ 11:

  • nur Flächen in der Flur 31 sind im Berggebiet (1)
  • alle anderen Flächen sind in der benachteiligten Agrarzone (2)

7. Gemarkung Heek (Kreis Borken, Gemeinde Heek) - LVZ 23:

  • nur Flächen in der Flur 42 sind im kleinen Gebiet (3)
  • alle anderen Flächen liegen nicht im benachteiligten Gebiet (0)

8. Gemarkung Hövelhof (Kreis Paderborn, Gemeinde Verl) - LVZ 22:

  • alle Flächen in den Fluren 1 bis 41 sind in der benachteiligten Agrarzone (2)
  • von den Fluren 42 bis 53 liegen nur die unten genannten Flurstücke in der benachteiligten Agrarzone:
    Flur 43 - Flurstücke 33, 35, 36, 51 und 52;
    Flur 44 - Flurstücke 8, 10, 11, 12, 13, 29, 30, 32 und 73;
    Flur 49 - Flurstücke 70 und 71;
    Flur 50 - Flurstücke 11, 18, 19, 20 und 21;
    Flur 51 - Flurstücke 13, 14, 15, 16, 17, 18, 20, 21 bis 29, 32, 49, 50, 52, 55, 57, 58, 59, 62 bis 67

9. Gemarkung Ibbenbüren (Kreis Steinfurt, Gemeinde Ibbenbüren) - LVZ 30:

  • nur das Flurstück 43 in der Flur 3 ist im kleinen Gebiet (3)
  • alle anderen Flächen liegen nicht im benachteiligten Gebiet (0)

10. Gemarkung Nenkersdorf (Kreis Siegen-Wittgenstein, Gemeinde Netphen) - LVZ 15:

  • nur die Flurstücke 53, 64, 65, 100, 101, 104 und 106 in der Flur 9 sind im Berggebiet (1)
  • alle anderen Flächen sind in der benachteiligten Agrarzone (2)

11. Gemarkung Oberkirchen (Hochsauerlandkreis, Gemeinde Schmallenberg) - LVZ 10:

  • nur Flächen in den Fluren 39, 40, 43, 44 und 51 sind im Berggebiet (1)
  • alle anderen Flächen sind in der benachteiligten Agrarzone (2)

12. Gemarkung Schloß Holte (Kreis Gütersloh, Gemeinde Schloß Holte-Stukenbrock) - LVZ 22:

  • nur Flächen in den Fluren 17, 18, 19 und 20 liegen nicht im benachteiligten Gebiet (0)
  • alle anderen Flächen liegen in der benachteiligten Agrarzone (2)