Mindestlohn

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Spargel stechen. Foto: Merle Weidemann, LV Münster-Hiltrup

Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben sich auf einem bundesweiten Tarifvertrag mit einem Stufenplan für einen Mindestlohn in der Landwirtschaft und im Gartenbau der unteren Lohngrenze verständigt, danach müssen die Betriebe nicht bereits am 1. Januar 2015 den gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde zahlen, sondern können von der Übergangsregelung im beschlossenen Tarifautonomiestärkungsgesetz profitieren.

Der Mindestlohn kommt in Form eines gleitenden Einstiegs.

  West Ost
01.01.2015 7,40 € 7,20 €
01.01.2016 8,00 € 7,90 €
  bundeseinheitlich bundeseinheitlich
01.01.2017 8,60 € 8,60 €
01.11.2017 9,10 € 9,10 €

Ausnahmen: Auszubildende, Pflichtpraktikanten und freiwillige Praktikanten bis zu 3 Monaten

Die Regierungskoalition verständigte sich ebenfalls darauf, dass in diesem Fall eine Anrechnung der von den Arbeitgebern für Saisonarbeiter gewährten Kost und Logis auf den Mindestlohn möglich wäre.

Die Laufzeit des Tarifvertrages geht bis Ende 2017.

Ergänzend wird durch das Tarifautonomiestärkungsgesetz die Möglichkeit der sozialversicherungsfreien kurzfristigen Beschäftigung von 50 auf 70 Tage ausgeweitet.

Diese Ausweitung gilt für die Dauer von 2015 bis einschließlich 2018.

Autor: Hartmut Osterkamp