Maßnahmenblatt: Lerchenfenster

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Bereich Acker

Was beinhaltet die Maßnahme und welche ökologischen Vorteile bietet sie?

Bei Lerchenfenstern handelt es sich um Fehlstellen in Getreideäckern, die während der Ansaat durch Anheben der Sämaschine oder nachträglich durch mechanisches Freistellen wie Grubbern oder Fräsen angelegt werden. Sie dienen als Anflugschneise und sicherer Landeplatz für Feldlerchen, die dann im umliegenden Getreide ungestört ihre Brut- und Nistplätze anlegen können. Besondere Bedeutung haben sie für eine erfolgreiche Zweit- oder Drittbrut. Auch andere Arten wie Rebhuhn, Goldammer oder Feldhase können von den Lerchenfenstern profitieren. Insgesamt eine wenig aufwändige, einfach durchführbare Maßnahme mit großer ökologischer Wirksamkeit!


Hinweise zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

Nach Auslaufen des Projektes „1000 Fenster für die Lerche“ der Stiftungen Rheinische und Westfälische Kulturlandschaft ist die Anlage von Lerchenfenstern derzeit nicht mehr förderfähig.


Hinweise zur Umsetzung

Die Mindestgröße eines Lerchenfensters sollte 20 m² betragen. Empfohlen wird eine Dichte von 2 bis 10 Fenstern pro Hektar. Mindestabstände zu Ortschaften, Straßen, Baumbeständen oder Fahrgassen sind einzuhalten. Die Maßnahme ist nur im Getreide sinnvoll – nicht jedoch in Wintergerste, da hier zum Erntezeitpunkt die Brut häufig noch nicht beendet ist. Der ökologische Nutzen steigt bei gleichzeitiger Anlage von Blühstreifen. Die Maßnahme hat keinen Einfluss auf die Gewährung der Betriebsprämie. Lerchenfenster sind im Flächenantrag nicht gesondert auszuweisen.

Weiterführende Informationen:

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und Institut für Landschaftsökologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, AG Angewandte Landschaftsökologie/Ökologische Planung: Produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen – Umsetzungshandbuch für die Praxis, 2012; Link zur Datenbank und Bestellung des Handbuches hier:
www.stiftung-westfaelische-kulturlandschaft.de/web/die-stiftung


Ansprechpartner

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Standortentwicklung, Ländlicher Raum
Gartenstraße 11
50765 Köln
Telefon: 0221 5340-333 oder -324
Telefax: 0221 5340-19333
E-Mail: biodiversitaet@lwk.nrw.de


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