Maßnahmenblatt: Ökologische Vorrangflächen im Greening - Landschaftselemente

Apfelbaum als LandschaftselementBild vergrößern

Bereich Strukturelemente

Was beinhaltet die Maßnahme und welche ökologischen Vorteile bietet sie?

Ein zentrales Element der neuen Agrarreform ist das Greening. Im Rahmen des Greenings sind Betriebe mit mehr als 15 ha Ackerfläche dazu verpflichtet, 5% ihrer Ackerfläche als ökologische Vorrangflächen (ÖVF) vorzuhalten und entsprechend zu bewirtschaften. Für die Umsetzung der ÖVF stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Das vorliegende Maßnahmenblatt beschreibt die Bedeutung von Landschaftselementen. Anerkannt werden alle unter Cross Compliance geschützten Landschaftselemente. Nach Cross Compliance unterliegen die Landschaftselemente einem Beseitigungsverbot.

Voraussetzung für die Anerkennung als ökologische Vorrangfläche ist, dass ein Bezug zum Acker vorliegen muss. Das Landschaftselement kann direkt auf dem Acker liegen oder an ihn angrenzen. Die Verfügungsgewalt über das Landschaftselement muss dem Betriebsinhaber vorliegen. Im Greening anerkannte Landschaftselement sind: Hecken und Knicks, Baumreihen, Feldgehölze, Feuchtgebiete einschließlich Tümpeln, Söllen und Dolinen, geschützte Einzelbäume, Feldraine, Trocken- und Natursteinmauern, Lesesteinwälle, Fels- und Steinriegel. Landschaftselemente erhöhen die Strukturvielfalt in der Landschaft und bieten einer Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume. Als linienförmige Strukturelemente eignen sie sich in idealer Weise zur Vernetzung von Biotopen. Darüber hinaus tragen sie entscheidend zur Aufwertung des Landschaftsbildes bei.


Hinweise zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

Die Landschaftselemente können einzeln oder in Kombination zur Erfüllung der Greeningverpflichtungen genutzt werden und sind Voraussetzung für die Auszahlung der Greeningprämie. Landschaftselemente sind Flächen, die in der Regel ohnehin existieren und mit unterschiedlichen Gewichtungsfaktoren in der Greeningprämie berücksichtigt werden.

Links zu rechtlichen und fördertechnischen Grundlagen:

Ratgeber Förderung
www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/broschueren/ratgeber-foerderung.htm

Förderung des ländlichen Raums
www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/laendlicherraum

Landschaftselemente
www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/direktzahlungen/landschaftselemente.htm


Hinweise zur Umsetzung

In den Cross Compliance Vorschriften sind die einzelnen Strukturelemente detailliert erfasst. Dabei sind spezifische Bemessungsgrundlagen zu beachten. Der folgende Link beschreibt die einzelnen Klassifizierungen der Landschaftselemente:

www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/direktzahlungen/landschaftselemente.htm

In der folgenden Tabelle sind einzelne Landschaftselemente den jeweils anrechenbaren ökologischen Vorrangflächen gegenübergestellt:

Landschaftselemente Ökologische Vorrangfläche
Hecken und Knicks (je m²) 2 m²
Einzelbäume (je Baum) 1,5 m²
Baumreihen (je m) 2 m²
Feldgehölze (je m²) 1,5 m²
Feldraine (je m²) 1,5 m²
Sonstige Landschaftselemente (je m bzw. m²)
(wie zum Beispiel Lesesteinwälle, Tümpel, Feuchtgebiete)
1,0

Die Umsetzung von ökologischen Vorrangflächen sollte stets betriebsindividuell erfolgen.


Ansprechpartner

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Standortentwicklung, Ländlicher Raum
Gartenstraße 11
50765 Köln
Telefon: 0221 5340-333 oder -324
Telefax: 0221 5340-19333
E-Mail: biodiversitaet@lwk.nrw.de

Kreisstellen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
www.landwirtschaftskammer.de/wegweiser/kreisstellen.htm

Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
www.rheinische-kulturlandschaft.de

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft
www.stiftung-westfaelische-kulturlandschaft.de

Untere Naturschutzbehörden in Nordrhein-Westfalen
www.umwelt.nrw.de/natur-wald/wer-macht-was

Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen
www.biostationen-nrw.com


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