Maßnahmenblatt: Doppelter Saatreihenabstand

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Doppelter Saatreihenabstand

Bereich Acker

Was beinhaltet die Maßnahme und welche ökologischen Vorteile bietet sie?

Der doppelte Saatreihenabstand beinhaltet einen Reihenabstand von mindestens 20 cm bei der Aussaat von Getreide. Die lückigen Bestände führen zu einer wärmeren und trockeneren Situation im Getreideschlag, in dem die Jungvögel bessere Entwicklungsmöglichkeiten vorfinden. Eine Kombination mit dem Verzicht auf Pflanzenschutzmitteln führt zusätzlich zu einem höheren Nahrungsangebot. Außer Vogelarten wie Feldlerche und Grauammer können auch andere Tierarten, beispielsweise Feldhase und Rebhuhn von dieser Maßnahme profitieren.


Hinweise zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten

Förderfähig ist diese Maßnahme im Rahmen des Vertragsnaturschutzes in NRW. Für den doppelten Saatreihenabstand in Wintergetreide in Verbindung mit dem Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel liegt die Förderhöhe zurzeit bei ca. 1030 €/ha und Jahr. Die Umsetzung des doppelten Saatreihenabstands im Sommergetreide in Verbindung mit dem Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel wird mit 1105 €/ha und Jahr gefördert. Die Förderdauer beträgt fünf Jahre. Zusätzlich bietet sich die Maßnahme aber auch als produktionsintegrierte Kompensationsmaßnahme (PIK) für Eingriffe an

Links zu rechtlichen und fördertechnischen Grundlagen:

Ratgeber Förderung
www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/broschueren/ratgeber-foerderung.htm

Förderung des ländlichen Raums
www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/laendlicherraum

Rahmenrichtlinie Vertragsnaturschutz
www.landwirtschaftskammer.de/foerderung/laendlicherraum/aum/vertragsnaturschutz.htm


Hinweise zur Umsetzung

Eine Kombination mit dem Verzicht auf Düngung und Pflanzenschutzmittel ist ausdrücklich gewünscht. Insbesondere durch den Verzicht auf Düngung ist gewährleistet, dass der Bestand nicht zu dicht wird und der positive Effekt für die Tiere der offenen Feldflur auch gewährleistet wird. Bei einer Beibehaltung der Saatgutstärke und der normalen Düngung ginge der Effekt der lückigen Bestände durch eine stärkere Bestockung wieder verloren. Für den ökologischen Nutzen ist es vorteilhaft, diese Maßnahme mit dem Stehenlassen von Stoppeln zu kombinieren. Damit wäre gewährleistet, dass auch nach der Ernte noch genügend Nahrung und Deckung für die Tiere der offenen Feldflur vorhanden ist. Auf die Gewährung der Betriebsprämie hat diese Maßnahme keine Auswirkungen; codiert wird die jeweilige Hauptfrucht.

Weiterführende Informationen:

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft und Institut für Landschaftsökologie der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, AG Angewandte Landschaftsökologie/Ökologische Planung: Produktionsintegrierte Naturschutzmaßnahmen – Umsetzungshandbuch für die Praxis, 2012; Link zur Datenbank und Bestellung des Handbuches hier:
www.kulturlandschaft.nrw/web/stiftung-westfaelische-kulturlandschaft


Ansprechpartner

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Standortentwicklung, Ländlicher Raum
Gartenstraße 11
50765 Köln
Telefon: 0221 5340-333 oder -324
Telefax: 0221 5340-19333
E-Mail: biodiversitaet@lwk.nrw.de

Kreisstellen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
www.landwirtschaftskammer.de/wegweiser/kreisstellen.htm

Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
www.rheinische-kulturlandschaft.de

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft
www.stiftung-westfaelische-kulturlandschaft.de

Untere Naturschutzbehörden in Nordrhein-Westfalen
www.umwelt.nrw.de/natur-wald/wer-macht-was

Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen
www.biostationen-nrw.com


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