Weiße Fliegen an Fruchtgemüse im Kleingewächshaus

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Weiße Fliegen auf der Blattunterseite

Schadbild:

Weiße Fliegen treten sehr häufig an Gurken und Tomaten auf. Schäden entstehen vor allem durch die klebrigen Honigtauausscheidungen der Tiere und die anschließende Verschmutzung der Früchte durch Rußtau (Schwärzepilze). Das eigentliche Pflanzenwachstum wird nur bei sehr starkem Befall beeinträchtigt.

Schaderreger:

Die Weiße Fliege (Trialeurodes vaporariorum) ist eine nahe Verwandte der Blatt- und Schildläuse. Vier dachförmig stehende, weiße Flügelchen, die wie der Körper mit weißen Wachsausscheidungen bedeckt sind, kennzeichnen die einer geflügelten Blattlaus ähnelnden Alttiere. Diese, wie auch die ungeflügelten, platten, schildlausähnlichen, mehlig bepuderten Larven sowie die zunächst gelblich, später zum Teil schwärzlich gefärbten (parasitierten) Puparien sind oft in großer Anzahl auf der Unterseite der Blätter zu finden.

Gegenmaßnahmen:

Durch hohe Temperaturen wird die Vermehrung der Weißen Fliege sehr stark gefördert. Daher bei sonnigem Wetter rechtzeitig lüften und gegebenenfalls die Kulturen beschatten. Die Weiße Fliege befällt auch zahlreiche Zierpflanzen (z. B. Fuchsien oder Lantanen), von denen die Schädlinge häufig zufliegen.

Vermeiden Sie daher die Einschleppung der Tiere in das Gewächshaus durch Aufstellen befallener Beet- und Balkonpflanzen. Durch im Gewächshaus aufgehängte und mit Leim besprühte Gelbtafeln kann z. T. eine Verminderung des Schädlingsbesatzes erreicht werden. Sie dienen jedoch auch der Feststellung eines Anfangsbefalles, um weitere Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Eine direkte Bekämpfung kann auf biologischem Wege mit Hilfe von Schlupfwespen (Encarsia formosa) erfolgen. Entsprechende Verfahren werden schon seit längerer Zeit erfolgreich im Erwerbsanbau angewendet und lassen sich auch im Kleingewächshaus durchführen. Der Bezug von Schlupfwespen ist über spezielle Nützlingsfirmen möglich.Parallel hierzu können die Pflanzen zusätzlich mit einem Präparat wie zum Beispiel Celaflor Naturen Schädlingsfrei oder Neudosan Neu Blattlausfrei behandelt werden.


Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst
Nevinghoff 40, 48147 Münster
 
Die auf den Packungen angegebenen Anwendungsvorschriften müssen sorgfältig eingehalten werden.

Autor: Andreas Vietmeier