Blattläuse an Zier- und Zimmerpflanzen

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Blattläuse

Schadbild:

Die Blätter und Triebe sehen gekräuselt und verkrüppelt aus. Teilweise können auch gelbe Flecken an den Blättern auftreten. Zusätzlich werden die Blätter durch Rußtaupilze verunziert, die sich auf den Ausscheidungen der Läuse, dem so genannten Honigtau, ansiedeln. Fast alle Zier- und Zimmerpflanzen können befallen werden.

Schaderreger:

Die grün, gelblich oder schwarz gefärbten Blattläuse sitzen meist in großen Kolonien auf der Unterseite der Blätter oder an den Triebspitzen. Bei sommerlichen Temperaturen kommt es schnell zu einer massenhaften Vermehrung der Läuse.

Gegenmaßnahmen:

Bei einem schwachen Befall mit Blattläusen reicht es meist aus, wenn die Läuse mit einem Wasserstrahl abgespritzt werden. Ansonsten sind bei Zimmerpflanzen Präparate zu empfehlen, die in Sprühdosen angeboten werden, wie beispielsweise Compo Zierpflanzen-Spray. Ihr Einsatz ist auch im Hausgarten möglich. Bei größeren Pflanzenbeständen lassen sich jedoch eher Spritzungen mit Präparaten zur Selbstanmischung durchführen (z. B. Neudosan Neu Blattlausfrei, Schädlingsfrei Naturen, Bayer Garten Bio-Schädlingsfrei Neem oder Spruzit Schädlingsfrei). Die Bekämpfungsmaßnahmen sollten, falls erforderlich, im Abstand von etwa einer Woche wiederholt werden. Bei Topfpflanzen können auch spezielle Stäbchen oder Granulate (z. B. Schädlingsfrei Careo Combi-Stäbchen oder Schädlingsfrei Careo Combi-Granulat) verwendet werden. Alle genannten Präparate sind nicht bienengefährlich.

In Kleingewächshäusern, Wintergärten oder Blumenfenstern können auch Nützlinge wie Räuberische Gallmücken, Schlupfwespen oder Florfliegen gegen Blattläuse eingesetzt werden. Hinweise zu Bezugsquellen können Sie beim Fachhandel oder beim Pflanzenschutzdienst erfragen.


Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst
Nevinghoff 40, 48147 Münster
 
Die auf den Packungen angegebenen Anwendungsvorschriften müssen sorgfältig eingehalten werden.

Autor: Andreas Vietmeier