Neuer Sachkundenachweis

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Muster des Pflanzenschutznachweises im Scheckkartenformat

Neuer Sachkundenachweis

Als Nachweis der Pflanzenschutz-Sachkunde reicht seit dem 26.November 2015 nicht mehr der Nachweis einer abgeschlossenen Ausbildung, eines abgeschlossenen Studiums oder einer bestandenen Sachkundeprüfung. Personen, die

  • Pflanzenschutzmittel beruflich anwenden
  • zum Pflanzenschutz beraten
  • andere nichtsachkundige Personen anleiten oder beaufsichtigen
  • Pflanzenschutzmittel in Verkehr bringen - auch über Internet

benötigen einen Sachkundenachweis. Als Nachweis wird seit dem 26. November2015 nur noch der neue einheitliche Sachkundenachweis im Scheckkartenformat akzeptiert. So darf auch der Handel seit diesem Datum Pflanzenschutzmittel, die ausschließlich für berufliche Anwender zugelassen sind, nur gegen Vorlage des neuen deutschen Sachkundenachweises abgeben.

Auf dem neuen Sachkundenachweis sind folgende Daten aufgedruckt: Vor- und Nachname, Geburtsdatum, Geburtsort, Umfang der Sachkunde (Anwendung oder Verkauf oder beides), Beginn des ersten Fortbildungszeitraumes, Registriernummer, Ausstellungsort, Ausstellungsdatum und Unterschriftsfeld. Zur Vereinfachung von Verwaltungsabläufen wird die Registriernummer elektronisch auslesbar sein. Im Übrigen enthält die Karte keine Speicherfunktionen.

Der neue Sachkundenachweis ist in Verbindung mit dem Personalausweis gültig.

Antragsverfahren

Sachkundige Personen, die ihren Wohnsitz in NRW haben, müssen den Antrag auf Ausstellung eines Sachkundenachweises beim Pflanzenschutzdienst NRW der Landwirtschaftskammer stellen.

Mit dem Antrag ist das Zeugnis oder der Ausbildungsnachweis einzureichen, mit dem der Antragsteller die Sachkunde erlangt hat. Ihren Antrag stellen Sie bitte hier:

Die Entscheidung über den Antrag ist gemäß des Allgemeinen Verwaltungsgebührentarifs NRW gebührenpflichtig und kostet derzeit 46 €. Die Entscheidung über den Antrag ergeht in Form eines Bescheides.

Unabhängig, ob die Sachkunde schon vor, oder erst nach dem Inkrafttreten des neuen Pflanzenschutzgesetzes (14. Februar 2012) erstmalig erworben wurde, gilt für Antragsteller seit dem 26. Mai 2015 das neue, strengere Pflanzenschutz-Sachkunderecht: Abgeschlossene Landwirte und Gärtner können z.B. nur noch den Nachweis für die Anwendung (incl. Beratung) bekommen, nicht mehr für die Abgabe von Pflanzenschutzmitteln. Einige Berufsbilder sind ganz aus der regulären Anerkennung im Bereich der Pflanzenschutzsachkunde gefallen (z.B. Pharmazeuten oder Hochschulabsolventen).

Liegen mehr als drei Jahre zwischen dem Ausbildungsabschluss und dem Antrag auf Ausstellung des Sachkundenachweises, ist der vorherige Besuch einer anerkannten Fortbildung Voraussetzung für die Ausstellung des Sachkundenachweises.

Ansprechpartner

Fort- und Weiterbildungsverpflichtung

Neu ist weiterhin eine Fort-und Weiterbildungsverpflichtung, um die Pflanzenschutz-Sachkunde aktuell zu halten.