Maßnahmen in NRW bezüglich der Geflügelpest

Die kürzlich bestätigten Fälle von hochpathogener aviärer Influenza (HPAI, „Geflügelpest“) führen nun auch in Nordrhein-Westfalen zu speziellen prophylaktischen Schutzmaßnahmen, nämlich zu regionalen Stallhaltungsgeboten. Diese basieren auf den vom Friedrich-Löffler-Institut (FLI) veröffentlichten Risikobewertungen vom 09.11.2016 und wurden den Veterinärbehörden durch einen Erlass des Landesministeriums (MKULNV) vom 13.11.2016 mitgeteilt.

Näheres zu den Restriktionsgebieten, in denen die Tiere aufzustallen sind, erfahren Sie von Ihrem zuständigen Veterinäramt. Grundsätzlich werden die Restriktions-gebiete mit denen im Jahr 2014 vergleichbar sein. Weiterführende Informationen sind auch auf den Homepages von Landesministerium (www.umwelt.nrw.de) und LANUV (www.lanuv.nrw.de) zu erwarten.

Unabhängig davon sei daran erinnert, dass der §6 der Geflügelpestverordnung von allen Geflügelhaltern, die mehr als 1000 Tiere halten, auch unabhängig von der aktuellen Tierseuchensituation einige grundsätzliche Präventivmaßnahmen fordert:

Dazu gehören die Kontrolle des Personenzugangs in die Tierhaltungsbereiche und die Verwendung von Einweg- oder Schutzkleidung, die unverzüglich nach Gebrauch gereinigt und desinfiziert wird. Gleiches hat mit dem Stall und seiner Technik nach dem Ausstallen zu erfolgen, ebenso mit Transportfahrzeugen nach Gebrauch. Neben der ordnungsgemäßen Schadnagerbekämpfung sollten auch die R&D der Kadaverlagerungsbehälter und -räume sowie Einrichtungen für die persönliche Reinigung und Desinfektion mittlerweile selbstverständlich sein.

Autor: Dr. Peter Heimberg, Tiergesundheitsdienst