Untersuchungen auf Brucellose und Leukose bei Rindern

Außenmelkstand in Haus RiswickBild vergrößern

hier: Neues Verfahren bei der Tankmilchuntersuchung

Seit 1999 ist Deutschland von der EU als frei von Brucellose und Leukose anerkannt. Um die Seuchenfreiheit zu dokumentieren, müssen alle Rinderbestände spätestens alle drei Jahre untersucht werden. In Betrieben mit Milchviehhaltung erfolgt die Untersuchung über Tankmilchproben.

Bisher erfolgte die Probenahme direkt bei Milchabholung durch das Molkereifahrzeug nach Planung durch den Landeskontrollverband NRW (LKV) und den Landeskontrollverband Rheinland-Pfalz-Saar.

Aufgrund der stetigen Vergrößerung der Milchviehbetriebe und der heute eingesetzten Diagnostika mit verringerten Poolgrößen ist es erforderlich, dass Probenahmesystem für das Tankmilch-Monitoring neu zu organisieren, um die Vorgaben zur Einhaltung des Artikel 10-Statuses der Richtlinie 64/432/EWG Brucellose/Leukose in NRW aufrechterhalten zu können.

Künftig stellt der LKV NRW eine flächendeckende Beprobung der ca. 4.500 Milchleistungsprüfungs-(MLP) Betriebe zum richtigen Zeitabstand sicher. Die Probenentnahme wird analog zur BHV1-Tankmilchprobenentnahme in 50er Pools durchgeführt.

MLP-Betriebe, die diese Dienstleistung in Anspruch nehmen, werden gebeten, den Landeskontrollverband analog zur BHV1-Tankmilchbeprobung mit der Probenahme zu beauftragen. Die insgesamt zu erwartenden Proben werden in den Untersuchungsämtern Krefeld und Detmold untersucht; die Befunde werden direkt und schnell an die Kreise und die HIT-Datenbank weitergegeben.

Nicht-MLP-Betriebe bzw. Betriebe, die nicht dem LKV angeschlossen sind, müssen den Hoftierarzt mit der Probenahme beauftragen. Die Kosten der Probenahme durch den Tierarzt werden im Rahmen der schon bestehenden Beihilfe (25 € je Tankmilchprobe) von der Tierseuchenkasse getragen.