Ergänzung der Beihilfe zu den Impfstoffkosten zur Bekämpfung der BVD

In seiner 20. Sitzung hat der Verwaltungsrat der Tierseuchenkasse am 19.03.2013 beschlossen, eine Beihilfe zu den Impfstoffkosten BVD in Höhe von 3,00 € je Impfstoffdosis/ Rind zu gewähren.

Im Dezember 2014 wurde der Firma Boehringer die Marktzulassung für einen neuen Impfstoff gegen BVD erteilt: Bovela ist der erste und einzige Impfstoff zur aktiven Immunisierung von Rindern gegen beide Genotypen des Virus (BVD-1 und BVD-2). Der Schutz vor BVD-1 und zusätzlich BVD-2 ist bei nur einer Impfung im Jahr gewährleistet.

Der Rinderhalter hat grundsätzlich die Wahl, welcher Impfstoff in seinem Betrieb zur Anwendung kommt. Der Vorteil des Bovela - Impfstoffes ist die einmalige Anwendung auch bei der Grundimmunisierung.

Daher hat der Verwaltungsrat am 10.03.2015 ergänzend beschlossen, dass auch eine Beihilfe gewährt wird zu den Kosten des BVD - Bovela - Impfstoffes in Höhe von 6 € je Impfstoffdosis / Rind bei einmaliger jährlicher Anwendung.

Das Impfkonzept stimmt der Hoftierarzt mit dem Tierhalter individuell ab. Es ist darauf zu achten, dass das Konzept eingehalten wird. Die weiteren Bedingungen zur Gewährung der Beihilfe sind dem Beschluss zu entnehmen.

Voraussetzungen für die Gewährung der Beihilfe sind:

  • Unterzeichnung und Abgabe einer Verpflichtungserklärung über das zuständige Veterinäramt, die Anforderungen zur Erlangung der Beihilfe mind. 3 Jahre einzuhalten.
  • Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen der BVD-VO
  • Erfüllung der Meldepflicht (HIT) und Beitragspflicht gegenüber der Tierseuchenkasse
  • Eintragung der Impfung in HIT
  • Abrechnung der Impfung über HIT-Ausdruck
  • Impfung aller weiblichen Rinder. Das Impfkonzept erstellt der Hoftierarzt.

Bei Nichteinhaltung der vorgenannten Voraussetzungen oder der Impfintervalle kann die Beihilfe von der Tierseuchenkasse versagt werden, bereits gezahlte Leistungen für die Impfung können zurück gefordert werden.

Das Land beteiligt sich an den Kosten zu max. 50 v.H. im Rahmen des Beihilfeerlass des MKULNV des betreffenden Abrechnungsjahres.

Hinweis: Die Impfung von männlichen Tieren ist vom Beihilfebeschluss grundsätzlich nicht abgedeckt. Wenn im Rahmen eines akuten BVD-Geschehens Typ 2 c klinische Erscheinungen auch bei männlichen Tieren festgestellt werden und das Impfkonzept des Hoftierarztes eine Gesamtbestandsimpfung zur Verhinderung von weiteren Verlusten vorsieht, kann die TSK ausnahmsweise auch die Kosten für die Impfung der männlichen Tiere übernehmen. Das Veterinäramt muss dem Impfkonzept zugestimmt haben.