Förderung

Grünroggen als Zwischenfrucht in MaisBild vergrößern
Grünroggen als Zwischenfrucht in einem abgeernteten Maisfeld

Seit dem Wirtschaftsjahr 2010/11 wird der Zwischenfruchtanbau über die Agrarumweltmaßnahmen (AUM) bzw. Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen (AUMK) gefördert. Die Förderkulisse umfasst die roten Grundwasserkörper ohne die Gebiete der Trinkwasserkooperationen und der Wasserschutzgebiete der Flächenkooperationen. Der Bewirtschafter verpflichtet sich auf mindestens 20 % seiner in der Förderkulisse liegenden Ackerflächen für 5 Jahre winterharte Zwischenfrüchte anzubauen und an zwei einzelbetrieblichen oder betriebsübergreifenden Beratungsangeboten der LWK NRW teilzunehmen. Im Verpflichtungsjahr 01.07.2014-30.06.2015 haben rund 1 500 Betriebe an der alten MSL-Maßnahme Anbau von Zwischenfrüchten teilgenommen und über 30 000 Hektar Zwischenfrüchte angebaut. Im Verpflichtungsjahr 01.07.2015-30.06.2016 nehmen etwa 175 Landwirte an der alten MSL-Maßnahme und rund 640 Landwirte an der neuen AUM-Maßnahme Anbau von Zwischenfrüchten teil. Insgesamt wurden im Herbst 2015 16 100 Hektar Zwischenfrüchte angebaut.

Auf die Agrarreform und die Einführung des Greenings reagierten die Landwirte mit Neuanträgen in der Förderperiode 2016 bis 2020 verhalten. In der Herbsterklärung 2015 wurden in der AUM-Maßnahme „Anbau von Zwischenfrüchten“ etwa 13.500 Hektar Zwischenfrüchte und in der MSL-Maßnahme “Anbau von Zwischenfrüchten“ 2.600 Hektar Zwischenfürchte beantragt.

Andere Agrarumweltmaßnahmen tragen insbesondere durch die Förderung eines reduzierten Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatzes auf landwirtschaftlichen Nutzflächen zum Wasserschutz bei. Hier ist vor allem das Uferrandstreifenprogramm mit rund 2 800 Betrieben und etwa 3 500 Hektar zu nennen, aber auch die Maßnahme Extensive Dauergrünlandbewirtschaftung mit rund 2 000 teilnehmenden Betrieben und etwa 68.000 Hektar und die Maßnahme Ökologische Produktionsverfahren mit rund 1 500 Betrieben und etwa 56 000 Hektar.

Ähnliche Effekte auf den Wasserschutz hat der Vertragsnaturschutz mit rund 4 650 Betrieben auf etwa 25 000 Hektar, der in der Förderabwicklung ebenfalls in den Zuständigkeitsbereich des Direktors der Landwirtschaftskammer als Landesbeauftragter fällt, wenngleich die Betreuung dieser Maßnahme vor Ort durch die Kreise und kreisfreien Städte vorgenommen wird.

Genaue Informationen zu den Fördermaßnahmen finden Sie hier:

Agrarumwelt- und Klimaschutzmaßnahmen