Schüler

Dr. Elisabeth Legge von der LZ Rheinland hat zwei Schüler des ersten Jahrgangs gefragt, wie Ihnen der Fachschulbesuch gefällt und wie sie ihre Zukunftsaussichten beurteilen. Das sagen die Schüler:

Gute Zukunftsaussichten

„Ja, ich bin begeistert. Mir macht die Schule Spaß“, meint Niklas Balder. Er ist einer der 20 Schüler der Fachschule für Agrarservice in Kleve. Der 21-Jährige stammt von einem Obstbaubetrieb im hessischen Butzbach und ist seit seiner Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice am Berufskolleg Kleve beim Lohnunternehmen Hoogen in Alpen beschäftigt.

„Ich habe mich schon immer für Landtechnik und Landwirtschaft interessiert und habe mich daher zu einer Ausbildung zur Fachkraft Agrarservice entschieden“, berichtet Niklas Balder. Und warum besucht er jetzt noch die Fachschule für Agrarservice? „Ganz einfach. Ich will auch ausbilden. Durch den Schulbesuch kann ich die Meisterprüfung machen und darf dann junge Leute ausbilden“, meint er. Auch in der Zeit des Schulbesuchs von November bis März ist Niklas Balder bei der Firma Hoogen angestellt. Er arbeitet dort dann an den Nachmittagen und an den Wochenenden. „Mein Chef legt großen Wert auf gutes Fachpersonal und unterstützt daher meinen Fachschulbesuch“, erläutert der junge Mann. Für ihn macht der Fachschulbesuch viel Sinn: „Ich habe dadurch einfach mehr berufliche Möglichkeiten und kann eventuell auch mal einen eigenen Betrieb führen und mich selbstständig machen.“

Kein reiner Frontalunterricht

Carsten Urspruch aus Radevormwald kommt nicht aus der Landwirtschaft. „Ich habe aber schon immer bei Landwirten und beim Lohnunternehmer mitgearbeitet und mir macht der Umgang mit Landtechnik einfach Spaß“, berichtet der 30-Jährige, der ebenfalls die Fachschule Agrarservice in Kleve besucht. Im Gegensatz zu Niklas Balder hat er nicht das Berufskolleg in Kleve besucht, sondern über den Nachweis der langjährigen Berufspraxis seine Gesellenprüfung als Fachkraft Agrarservice gemacht. Carsten Urspruch ist beim Lohnunternehmen Blumenberg in Lindlar beschäftigt. Während des Fachschulbesuchs in den Monaten November bis März kann er allerdings im Unternehmen nicht mitarbeiten. „Es ist einfach zu weit entfernt“, erläutert er.

Ebenso wie der Chef von Niklas Balder unterstützt auch sein Chef den Fachschulbesuch. „Es passt zeitlich einfach sehr gut. Während der arbeitsintensiveren Zeit ist ja keine Schule“, stellt hierzu Carsten Urspruch fest. Außerdem wolle die Firma, bei der er beschäftigt ist, Ausbildungsbetrieb werden. Jedenfalls will er nun mit dem Fachschulbesuch seine Meisterprüfung machen und danach auch ausbilden. Der Besuch der Fachschule im ersten Wintersemester hat ihm gut gefallen. „Vor allen Dingen ist es kein reiner Frontalunterricht. Die Schüler müssen viele Dinge selber erarbeiten. Und das finde ich gut“, so das Fazit des Fachschülers.