Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Die Bundesregierung hat im Juli 2020 ein 500 Millionen Euro schweres Hilfsprogramm für kleine und mittelgroße Ausbildungsbetriebe auf den Weg gebracht, um durch die Corona-Pandemie bedrohte Ausbildungsplätze zu sichern. Entsprechende Eckpunkte hat das Kabinett verabschiedet. Im Dezember 2020 wurde das Programm ausgeweitet. Eine weitere Änderung erfolgte im März 2021. Demnach gelten für Ausbildungsverhältnisse, die ab 1. Juni 2021 beginnen, folgende Regelungen:

Zielgruppe:

Das Maßnahmenpaket richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) mit bis zu 499 Beschäftigten, die durch die COVID-19-Krise besonders betroffen sind. Davon ist auszugehen, wenn an das Unternehmen seit Januar 2020 wenigstens für einen Zeitraum, der vor dem Ausbildungsbeginn liegt, von der Agentur für Arbeit Kurzarbeitergeld geleistet worden ist oder der Umsatz seit April 2020 in mindestens einem, vor dem ausbildungsbeginn liegenden Monat um 30 Prozent gegenüber dem jeweiligen Monat im Jahr 2019 eingebrochen ist. Diese Betriebe sollen zeitlich befristet im Ausbildungsjahr 2021/2022 Unterstützung erhalten, damit sie ihre Ausbildung aufrechterhalten und junge Menschen ihre Ausbildung fortsetzen und erfolgreich abschließen können. Durch die verbesserten Fördermaßnahmen werden Ausbildungsverhältnisse gefördert, die im Zeitraum von 01.06.2021 bis 15.02.2022 beginnen und nach Beendigung der Probezeit weiter bestehen.

Das Programm beinhaltet fünf Maßnahmen:

  • Ausbildungsprämie in Höhe von einmalig 4000 Euro bei Erhalt des Ausbildungsniveaus
  • Ausbildungsprämie in Höhe von einmalig 6000 Euro bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus
  • Zuschuss zur Ausbildungsvergütung bei Vermeidung von Kurzarbeit für Auszubildende
  • Förderung der Auftrags- und Verbundausbildung
  • Prämie für die Übernahme von Auszubildenden aus pandemiebedingt insolventen Betrieben

Wissenswertes zum Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ finden Sie hier:

www.bmbf.de/de/das-sollten-kmu-jetzt-wissen-11839.html

Durchführung der Maßnahmen:

Die Umsetzung soll der Bundesagentur für Arbeit übertragen werden. Anträge auf Förderung sind dementsprechend bei der für das jeweilige Unternehmen örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen. Einzige Ausnahme bildet hier die Förderung von pandemiebedingter temporärer Auftrags- und Verbundausbildung. Sie kann bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-Bahn-See beantragt werden.