Düngung zu Zweitfrüchten im Herbst 2019

Zweitfrüchte, die in diesem Jahr noch geerntet werden, dürfen gemäß Düngeverordnung bis maximal in Höhe des ermittelten Düngebedarfs mit Nährstoffen versorgt werden. Insbesondere wegen der diesjährigen Witterung ist der N-Düngebedarf in diesem Herbst allgemein zu hinterfragen.

Aufgrund der fortgeschrittenen Jahreszeit, der aktuellen Witterungssituation und der zum Teil hohen Nmin-Werte im Boden - bedingt durch anhaltende Trockenheit und teils unterdurchschnittlichen Erträgen - besteht in diesem Jahr auch zu Zweitfrüchten mit Nutzung im Jahr 2019 generell kein N-Düngebedarf mehr nach den folgenden Vorfrüchten:

  • Mais
  • Winterraps
  • Kartoffeln
  • Zuckerrüben
  • Gemüse, Erdbeeren
  • Leguminosen, -gemische
  • begrünte Brachen
  • nach Umbruch von Dauergrünland.

Anbau von Zweitfrüchten nach Getreidevorfrucht muss die Zweitfrucht, um noch einen nennenswerten Ertrag erzielen zu können, bis spätestens 15. September gesät worden sein. Nur dann kann möglicherweise noch ein N-Düngebedarf zum Aufwuchs der Zweitfrucht vorliegen. Bei einer Zweitfruchtaussaat nach dem 15. September besteht in diesem Jahr generell kein N-Düngebedarf mehr. Wird eine nach dem 15. September gesäte Zweitfrucht gedüngt oder der Aufwuchs nicht genutzt, handelt es sich um einen Verstoß gegen die Düngeverordnung und kann dementsprechend als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Wie der N-Düngebedarf zur Zweitfrucht anhand von Formularen, dem Programm NP-Max oder mit Hilfe einer Excel-Anwendung zu ermitteln und dokumentieren ist, finden Sie in dieser Rubrik:

Autor: Birgit Apel