Untersuchung zur Problematik der Nacherwärmung von Maissilage, Erntejahr 2002

Foto: Claas
Silomais bildet die Hauptfuttergrundlage in der Bullenmast und bestimmt meist zusammen mit Grassilage die Grobfutterbasis in der Milchviehfütterung. Der geerntete Silomais wird größtenteils durch Silierung konserviert. Die Maissilage, als Grobfuttermittel mit hoher Energiedichte und relativ wiederkäuerfreundlicher Energieform (hoher Anteil beständiger Stärke), ist sehr gut für Rindviehrationen geeignet.
In der Praxis sind auftretende Nacherwärmungen ein Problem, verbunden mit Schimmelbildung bei der Entnahme der Silage. Dies führt zu hohen Trockenmasse-, Energie- und Nährstoffverlusten, die sogar die entstehenden Gärverluste um ein vielfaches übersteigen können. Darüber hinaus stellen die teilweise durch Schimmelpilze gebildeten Mykotoxine ein Risiko für die Tiergesundheit dar.
Die vorliegende Arbeit stellt den Kenntnisstand bezüglich Ursachen und Folgen der Nacherwärmung sowie die möglichen Einflussfaktoren heraus.
Weiterhin wird eine von der Landwirtschaftskammer in Zusammenarbeit mit der Saatgutfirma KWS durchgeführte Praxiserhebung „Nacherwärmung von Maissilage“ dargestellt. Diese sollte die Problematik der Nacherwärmung in Praxisbetrieben untersuchen, da diesbezüglich relativ geringe Erkenntnisse vorliegen. Ziel der Erhebung war es, das Ausmaß der Nacherwärmung von Maissilage und die möglichen Einflussfaktoren in den Praxisbetrieben zu erfassen und festzustellen, inwieweit Einflussmöglichkeiten des Landwirts zur Minimierung des Nacherwärmungsrisikos bestehen.