Ergänzungsfutter im Mischfuttertest
21 Ergänzungsfutter für Schweine aus der Region Westfalen-Lippe und wie sie vom Verein Futtermitteltest (VFT) bewertet wurden.
Im ersten Halbjahr 2003 wurden im Kammergebiet Westfalen-Lippe 21 Ergänzungsfutter für Schweine vom VFT geprüft und bewertet. Der Test umfasste fünf verschiedene Ergänzungsfuttertypen. Beteiligt waren 17 verschiedene Hersteller. Entsprechend der verschiedenen Futtertypen reichten die deklarierten Rohproteingehalte von 25,9 % bis 40 % und die Einsatzempfehlungen der Hersteller von 19,5 % bis 40 %. Mit Ausnahme eines Eiweißreichen Ergänzers für Schweine und eines Ergänzers für Zuchtsauen enthielten alle Testfutter laut Herstellerangabe einen Zusatz mikrobieller Phytase. Bei Phytasezusatz wird keine Bewertung des Calcium- und Phosphorgehaltes vorgenommen.
Erläuterung zur Bewertung
Ergänzungsfutter werden im Zusammenhang mit den Futtermitteln bewertet, die sie ergänzen sollen. Werden hierzu vom Hersteller keine besonderen Hinweise gegeben, wird als Grundmischung Weizen und Gerste im Verhältnis 1 : 1 angenommen.
Die jeweils auf den Energiegehalt bezogenen Lysin-, Methionin und Cystin-, Threonin-, Calcium- und Phosphorgehalte der fertigen Gesamtmischungen werden nach Zielvorgaben des VFT mit Symbolen ("++", "+" bzw. "-") bewertet. Bei Sauenfutter werden die Threoningehalte nicht berücksichtigt. Aus dieser Beurteilung resultiert eine abschließende Gesamtbewertung in Gruppe 1 bis 3, wobei Gruppe 1 das beste Gesamtergebnis darstellt.
Da der sachgerechte Einsatz des Ergänzers von der Fütterungsempfehlung des Herstellers abhängt, wird diese ebenfalls mit Symbol eingestuft, was aber nicht in die Gesamtbewertung des Ergänzers mit einfließt.
Ergebnisse
Erfreulicherweise konnten alle 21 Testfutter in Gruppe 1 eingestuft werden, auch wurde bei den Einzelkriterien ausschließlich das beste Symbol "++" vergeben. Allerdings ergaben sich nach futtermittelrechtlichen Kriterien neben drei weniger relevanten einige wichtige Beanstandungen, und zwar einmal wegen eines Ca-Untergehaltes, zweimal wegen eines P-Untergehaltes und einmal wegen eines Rohascheübergehaltes. Wenn sich diese Abweichungen von der Deklaration auch nicht im Sinne des VFT auf die wertbestimmenden Kriterien bzw. die Gesamtbewertung negativ ausgewirkt haben, muss von den Herstellern selbstverständlich die Einhaltung der deklarierten Werte gefordert werden.
Die Ergebnisse dieses Tests gelten für die geprüften Futterlieferanten und stellen keine Bewertung des übrigen Produktionsprogrammes der beteiligten Hersteller dar.