Schweinefutter im Test

Schweinefutter

Die Bewertung des Vereins Futtermitteltest (VFT) für 14 Alleinfutter für Mastschweine aus Nordrhein-Westfalen wird im Folgenden kommentiert.

Von Juli bis September 2011 wurden in Nordrhein-Westfalen 14 Alleinfutter für Mastschweine vom VFT beprobt, analysiert und abschließend bewertet (siehe Übersicht). An dem Test waren elf Mischfutterwerke beteiligt, von denen zwei im benachbarten Holland ansässig sind. Üblicherweise werden Schweinemastfutter als Phasenfutter für unterschiedliche Gewichtsabschnitte optimiert und angeboten. Die in diesem Test geprüften Mastfutter lassen sich wie folgt differenzieren:

  • zwei Vormastfutter ab 25 kg Tiergewicht
  • vier Anfangsmastfutter ab 40/45 kg Tiergewicht
  • drei Universalfutter ab 35 kg Tiergewicht bis Mastende und
  • fünf Mittel-/Endmastfutter ab 50 oder 60 kg Tiergewicht.

Ein reines Endmastfutter ab 70, 80 oder 90 kg Tiergewicht war bei diesem Test nicht vertreten.

Die Anpassung der Nährstoffversorgung an die im Mastverlauf sinkenden Anforderungen durch eine 2- oder noch besser 3-phasige Fütterung mit voran geschalteter Vormast hilft überschüssige Nährstoffe einzusparen, entlastet das N- und P-Nährstoffmanagement und reduziert die Futterkosten.

Die von den Herstellern deklarierten Energiegehalte reichten von 12,8 bis 13,45 MJ ME je kg Futter, wobei die Angabe mit zwei Nachkommastellen beim Futter St.Mastschw. Wachstummehl top des Herstellers ForFarmers aus Lochem in den Niederlanden nicht sinnvoll ist, da eine nicht einzuhaltende Genauigkeit vorgetäuscht wird. Die Angabe der Energiegehalte im Futter hat nach der 2008 gültigen Formel für Mischfutter zu erfolgen. Die deklarierten Rohproteingehalte der Futter schwankten von 14,0 bis 18,0 % Rohprotein und spiegeln den Einsatzbereich wieder, nämlich, dass im Vor- und Anfangsmastbereich höhere und im Mittel-/Endmastbereich geringere Rohproteingehalte angegeben werden. Die den Eiweißbedarf genauer umschreibende Aminosäure Lysin schwankte in den Deklarationen von 0,85 bis 1,10 % Lysin und spiegelt den Einsatzbereich noch besser wieder als die Rohproteingehalte.

Die Calcium- und Phosphorgehalte der Futter lagen zwischen 0,47 bis 0,80 % Calcium sowie zwischen 0,42 bis 0,51 % Phosphor, wobei allen Futtern mikrobiell hergestellte Phytase zur besseren Verwertung des organisch gebundenen Phosphors aus pflanzlichen Komponenten zugemischt war.

Keine Deklarationsabweichungen

Bei keinem der analysierten Futter wurden Deklarationsabweichungen festgestellt. Alle untersuchten Gehalte konnten durch die Analyse im Rahmen der rechtlichen Vorgaben bestätigt werden.

Keine Mängel bei der fachlichen Bewertung

Die weitergehende fachliche Bewertung basiert auf den Einsatzzweck, der durch die Fütterungshinweise deutlich wird. Hierbei fiel keines der geprüften Futter auf, alle konnten mit „in Ordnung“ kommentiert werden und alle Futter konnten letztendlich mit der Bestbenotung 1 bewertet werden.

Die vorliegenden Testergebnisse gelten jedoch nur für die geprüften Futtermittel und lassen keine Rückschlüsse auf die übrigen Produkte der beteiligten Mischfutterhersteller zu.

Hinweis

Erläuterungen zur Vorgehensweise und zur Bewertung der Futtermittel durch den VFT sind unter www.futtermitteltest.de abrufbar. Dort sind auch die Ergebnisse von Tests anderer Regionen dargestellt.