Start des neuen Projektes Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau im Bereich Freilandgemüse - MuD IPB-FG

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Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Bewässerung, technische Innovationen und Digitalisierung sind nur ein paar Schlagworte, die in der Ackerbaustrategie 2035 des Bundes aufgeführt werden und insbesondere den Freilandgemüsebau in Deutschland vor Herausforderungen stellen. Um die Produktionsbetriebe im Freilandgemüsebau in der Umsetzung der verschiedenen Maßnahmen zu begleiten und zu beraten, wurde das Modell- und Demonstrationsvorhaben im integrierten Freilandgemüsebau vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) initiiert.

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben im integrierten Pflanzenbau im Bereich Freilandgemüsebau (MuD IPB-FG) ist zum 01. Mai 2026 mit einer Laufzeit von drei Jahren gestartet. Im Fokus stehen insbesondere die Handlungsfelder „Pflanzenschutz“, „Pflanzenernährung“ bzw. „Düngung“ und „Bewässerung“ im Freilandgemüsebau, in Kombination mit weiteren spezifischen Handlungsfeldern, die in den Modellregionen berücksichtigt werden. Dabei werden gemeinsam mit den Demonstrationsbetrieben Maßnahmen entwickelt, die z.B. aus innovativen kultur- und standortspezifischen Verfahren bestehen. Dabei finden auch Auswertungen definierter Parameter statt. Wichtig wird die zielgerichtete Kommunikation und der Wissenstransfer in die Branche sein.

Während der Laufzeit werden Praxisbetriebe im Freilandgemüsebau, sogenannte Demonstrationsbetriebe, in den Modellregionen bei der Implementierung innovativer pflanzenbaulicher Verfahren zur Integrierten Produktion begleitet, um den Transformationsprozess im Freilandgemüsebau zu unterstützen. Das Vorhaben legt den Fokus auf

  1. der Einführung innovativer kultur- und standortspezifischer Maßnahmen und Verfahren aus Freilandgemüsebetrieben sowie deren Anpassung und Validierung;
  2. der Begleitung und Betreuung der beteiligten Modellbetriebe beim Einsatz dieser Maßnahmen und Verfahren, sowie die Etablierung erfolgreicher Technologien und Verfahren in der Praxis;
  3. der Auswertung innovativer kultur- und standortspezifischer Maßnahmen und Verfahren unter verschiedenen Gesichtspunkten insbesondere unter Berücksichtigung von ökonomischen, ökologischen und klimaschutz- sowie klimaanpassungsrelevanten Aspekten;
  4. der Etablierung eines Netzwerks in und zwischen den Modellregionen und assoziierten Partnern zur Förderung der Diskussion und des Wissenstransfers.

Zur Erreichung dieser Ziele werden während der Laufzeit von drei Jahren vier Modellregionen in Deutschland gefördert. Dazu gehören Baden-Württemberg mit dem LTZ Augustenberg und der LVG Heidelberg, Brandenburg mit Agrathaer und dem Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau, Niedersachsen mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen mit der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, sowie die assoziierten Partner in Mecklenburg-Vorpommern mit der Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV Gartenbaukompetenzzentrum und in Rheinland-Pfalz mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Gemüsebau. Das Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün sowie für Strategie- und Folgeabschätzung des Julius-Kühn-Instituts übernehmen die Gesamtkoordination.

Für eine umfassende und integrierte Sichtweise wird der Austausch mit den bereits laufenden Projekten „Modell- und Demonstrationsvorhaben Integrierter Pflanzenbau im Ackerbau“ (MuD IPB Ackerbau), dem MuD „Optimierung des Humusmanagements im Freilandgemüsebau (HumusfürGemüse)“ sowie zu weiteren aktuell laufenden Projekten wie z. B. dem Projekt „RobustGemüse – Mehr Resilienz im ökologischen Freilandgemüsebau“ und dem Projekt „Wassermanagement im Gartenbau (WaMaGa)“ aufgebaut, um allfällige Synergien zwischen den Vorhaben zu nutzen.

Aktuell laufen die Ausschreibungen in den Modellregionen zur Akquise von Demonstrationsbetrieben, und erste Schritte zur Organisation und Planung der Definition von Maßnahmen und Verfahren, sowie von Parametern für die Bewertung sind in der Entwicklung.

Eine erste Vorstellung des MuD IPB-FG wird es auf dem Feldtag in Gülzow am 08. Juli 2026 geben.

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben integrierter Pflanzenbau im Freilandgemüsebau (MuD IPB-FG) wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) durch die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gefördert.

Kerndaten des MuD IPB-FG:

Laufzeit 01.05.2026 - 30.04.2029 Förderkennzeichen
Gesamtkoordination Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün (JKI)
Institut für Strategie- und Folgenabschätzung (JKI)
2825ABS100
Modellregionen
Baden-Würrtemberg Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg (LTZ)
Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau Heidelberg (LVG)
2825ABS130
Brandenburg Agrathaer
Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau
2825ABS140
2825ABS150
Niedersachsen Landwirtschaftskammer Niedersachsen 2825ABS120
Nordrhein-Westfalen Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen 2825ABS110
Assoziierte Partner Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) – Gemüsebau
Landesforschungsanstalt für Landwirtschaft und Fischerei MV – Gartenbaukompetenzzentrum
Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) Land Brandenburg

Beteiligte Einrichtungen

Julius Kühn-Institut
LVG Heidelberg
Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg
agrathaer
Leibniz Institut
Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Landwirtschaftskammer NRW

Projektförderung

Förderung