Weidehaltung von Milchvieh ab 2010
Rechtsgrundlage
jeweils geltende Fassung der
- VERORDNUNG (EG) Nr. 1698/2005 DES RATES vom 20. September 2005 über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
- VERORDNUNG (EG) Nr. 1974/2006 DER KOMMISSION vom 15. Dezember 2006 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates über die Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER)
- VERORDNUNG (EG) Nr. 65/2011 DER KOMMISSION vom 28. Januar 2011 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 des Rates hinsichtlich der Kontrollverfahren und der Einhaltung anderweitiger Verpflichtungen bei Maßnahmen zur Förderung der Entwicklung des ländlichen Raums
- Bundeseinheitlichen Grundsätze für die Förderung einer markt- und standortangepassten Landbewirtschaftung nach dem Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes"
- Richtlinien zur Förderung der Weidehaltung von Milchvieh, RdErl. d. Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 05.11.2010 in der Fassung vom 18.11.2011
- Verwaltungsvorschriften zu § 44 LHO
Was wird gefördert?
Förderfähig ist die Weidehaltung von Milchvieh und weiblichen Rindern, die älter als 12 Monate sind und noch nicht gekalbt haben (Nachzucht). Im Sinne dieser Richtlinien gehören zum Milchvieh und der Nachzucht Tiere aller Rinderrassen außer den nachfolgend aufgeführten:
| Vogesen-Rind (20) | Belted Galloway (49) | Gelbvieh Fleischnutzung (76) |
| Charolais (21) | Luing (50) | Braunvieh Fleischnutzung (77) |
| Limousin (22) | Brangus (51) | Rotbunt Fleischnutzung (78) |
| Weißblaue Belgier (23) | Ungarisches Steppenrind (53) | Hinterwälder Fleischnutzung (79) |
| Blonde d'Aquitaine (24) | Zwerg-Zebus (54) | Murnau-Werdenfelser Fleischnutzung (80) |
| Salers (26) | White Galloway (57) | Vorderwälder Fleischnutzung (81) |
| Aubrac (28) | Longhorn (58) | Limpurger Fleischnutzung (82) |
| Piemonteser (31) | South Devon (59) | Brahman (83) |
| Chianina (32) | Fjäll-Rind (60) | Bazadaise (84) |
| Romagnola (33) | Tuxer (61) | Auerochse (Heckrind, Rückkreuzung Auerochse) (85) |
| Marchigiana (34) | Telemark (65) | Beefalo (86) |
| White Park (35) | Fleckvieh Fleischnutzung (66) | Wasserbüffel ( Bubalus bubalus) (87) |
| Angus (DA) (41) | Witrug (69) | Bison/Wisent (88) |
| Angus/AA (AA) (42) | Lakenfelder (70) | Yak (89) |
| Hereford (43) | Rotes Höhenvieh (RHV) (71) | Sonstige taurine Rinder (Bos taurus) (91) |
| Highland (45) | Ansbach-Triesdorfer (72) | Sonstige Zebu-Rinder (Bos indicus) (92) |
| Welsh-Black (46) | Glanrind (73) | Sonstige taur indicus Rinder (93) |
| Galloway (47) | Pinzgauer Fleischnutzung (74) | Waggu Rind (94) |
| Lincoln Red (48) | Pustertaler Schecken (75) | Kreuzung Fleischrind mit Fleischrind (97) |
Wer wird gefördert?
Milcherzeuger mit Betriebssitz in Nordrhein-Westfalen.
Wie hoch ist die Förderung?
Die Höhe der jährlichen Zuwendung beträgt 35 € je berücksichtigungsfähiger GVE. Im Falle der gleichzeitigen Förderung eines ökologischen Produktionsverfahrens 30 € je berücksichtigungsfähiger GVE. Die Bagatellgrenze beträgt 350 € pro Jahr.
Fristen
Grundantragstellung bei der Kreisstelle der Landwirtschaftskammer bis 30. Juni vor Beginn des Verpflichtungszeitraumes. Antrag auf Auszahlung jährlich jeweils am 15. Mai des Verpflichtungsjahres (1.7. - 30.6.).
Anträge / Anlagen
Grundantrag nach Muster; Jährlicher Auszahlungsantrag; Flächenverzeichnis.
Auflagen / Verpflichtungen
Der Verpflichtungszeitraum beträgt 5 Jahre.
Voraussetzung für die Gewährung einer Zuwendung ist, dass die Zuwendungsempfängerin / der Zuwendungsempfänger
- Milch erzeugt und vermarktet und dies jährlich durch eine Milchgeldabrechnung des Monats April oder – bei ausschließlicher Direktvermarktung – über eine Direktvermarktungsquote nachweist,
- sämtlichen Milchkühen oder, falls beantragt, sämtlichen Milchkühen und der Nachzucht, im Zeitraum zwischen dem 1. Juni und dem 1. Oktober – soweit Krankheit oder zu erwartende Schäden des Tieres dem nicht entgegenstehen – täglich Weidegang mit freiem Zugang zu einer Tränkevorrichtung gewährt,
- den Tieren je GVE im jeweiligen Verpflichtungsjahr eine Mindestbeweidungsfläche von 0,2 Hektar zur Verfügung stellt; die Mindestbeweidungsfläche ist getrennt für Milchkühe und – sofern beantragt – die Nachzucht nachzuweisen; zur Beweidungsfläche gehören ausschließlich Dauergrünlandflächen, die für den Weidegang der genannten Tiere im jeweiligen Mindestbeweidungszeitraum genutzt werden,
- im Verpflichtungsjahr einen durchschnittlichen jährlichen Gesamtviehbesatz von 0,3 bis 2,0 GVE je Hektar landwirtschaftlich genutzter Flächen (LF) einhält;
- durchschnittlich mindestens 7 GVE an Milchkühen und ggfls. Nachzucht in jedem Verpflichtungsjahr hält.
Stand: 25.01.2012