Landwirtschaftskammer am Erfolg der Pferdezucht beteiligt

Pferd in der Stalltür

Anlässlich des Festaktes zum 100-jährigen Bestehen des Westfälischen Pferdestammbuches wies Landwirtschaftskammer-Präsident Karl Meise auf die enge Zusammenarbeit mit den Pferdezüchtern hin. "Nicht ohne Stolz behaupte ich, dass die Erfolge der westfälischen Pferdezucht auch auf die kontinuierliche und konstruktive Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer zurückzuführen sind", sagte der Präsident in seinem Grußwort.

Karl Meise blickte zurück auf die Geschichte des Zuchtverbandes und erinnerte daran, dass mit Ignaz Freiherr von Landsberg-Steinfurt der Präsident der damals noch jungen Landwirtschaftskammer an der Spitze des Vorstandes des neugegründeten Westfälischen Pferdestammbuches stand. Die Satzung regelte damals, dass der Kammerpräsident in Person gleichzeitig Vorsitzender des Verbandes war, ebenso wie die Geschäftsführung, die in den Händen des Kammermitarbeiters für Pferdezucht liegen sollte.

Die Kammer habe sich von Beginn an finanziell für die Pferdezucht engagiert, fuhr Meise fort, in dem sie bereits vor der Gründung des Verbandes auswärtige Stuten aus Oldenburg und Belgien angekauft hat. Diese wurden preiswert in Westfalen weiterverkauft. Die westfälischen Pferdehalter mussten sich dabei verpflichten, diese jungen Stuten fünf Jahre lang züchterisch zu nutzen und die Fohlen nur innerhalb von Westfalen zu verkaufen. Präsident Meise: "Damit wurde die Basis für eine erfolgreiche Pferdezucht im Westfälischen Pferdestammbuch wesentlich verbessert."

Bis auf wenige Jahre stellte die Landwirtschaftskammer auch den Geschäftsführer des Zuchtverbandes. In den vergangenen 75 Jahren waren es insgesamt drei Mitarbeiter, die verantwortlich für die Geschäfte des Verbandes zeichneten. "Besser kann man Kontinuität in der Zusammenarbeit nicht beschreiben", lobte der Präsident. Er versprach, die bewährte Zusammenarbeit mit dem Pferdestammbuch zum gegenseitigen Nutzen auch in Zukunft fortzusetzen. Vor dem Hintergrund der Haushaltssituation der Landwirtschaftskammer gelte es allerdings, mit allen in Nordrhein-Westfalen durch Kammermitarbeiter betreuten Tierzuchtorganisationen Gespräche zu Fragen der künftigen Personalkostenerstattung zu regeln. Dabei sei es ausdrücklicher Wunsch der Kammer, dass die Betreuung der Verbände durch die Landwirtschaftskammer fortgesetzt sowie transparent und leistungsgerecht entlohnt werde.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 17.03.2004