Geranie ist ein Dauerhit

Die Geranie ist mit Abstand die am meisten gekaufte Beet- und Balkonpflanze Deutschlands. Sie ist vor allem wegen ihrer Verwendungsvielfalt, ihres Blütenreichtums und den leuchtenden Farben der Blüten besonders beliebt. Die Geranie bleibt ein Dauerhit, so die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, auch wenn seit einigen Jahren eine bunte Vielfalt im Balkonkasten gefragt ist. Geranien sind sehr pflegeleicht. Außerdem erscheinen jedes Jahr viele neue Sorten auf dem Markt mit aktuellen Farben. Trendfarbe in diesem Jahr ist nach Einschätzung von Experten weiß.

Mehr als 40 Millionen Geranien werden jährlich in nordrhein-westfälischen Gärtnereien herangezogen. Davon geht knapp die Hälfte in den Osten und Süden Deutschlands sowie nach Österreich und in die Schweiz. Die andere Hälfte bleibt im bevölkerungsreichsten Bundesland und wird hier auf Balkon und Terrasse, in Blumenbeeten oder auf Grabstätten gepflanzt.

Zur Beliebtheit der Geranie trägt auch der stabile Preis bei. Eine stehende Pflanze kostete 2007 durchschnittlich 1,71 Euro für den 12-Zentimeter-Topf - etwa soviel wie vor 20 Jahren. Die Preisspanne bei Geranien ist so groß wie deren Qualität. Sie reicht von 0,99 bis 3,69 Euro. Die Ausgaben für Geranien betragen etwa 25 Prozent bei den Beet- und Balkonpflanzen.

Die wichtigsten Einkaufsstätten für Beet- und Balkonpflanzen bleiben mit einem Marktanteil von 25 Prozent die Gärtnereien und Baumschulen. Nach Angaben der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle(ZMP) folgen mit 18 Prozent Marktanteil die Baumärkte an zweiter Stelle der Einkaufsstätten, gefolgt von den Gartencentern mit 15 Prozent. Dicht dahinter liegen die vielen Blumenfachgeschäfte mit einem Marktanteil in Höhe von 14 Prozent. Auch bei vielen anderen Beet- und Balkonpflanzen, die jetzt angeboten werden, ist NRW bedeutendster Produktionsstandort im Bundesgebiet. Etwa 80 Prozent aller Beet- und Balkonpflanzen, die in NRW gekauft werden, stammen aus der Region.

Die Landwirtschaftskammer erinnert daran, dass bei Kälte nicht nur Menschen, sondern auch Pflanzen frieren. Hobbygärtner, die Kübel oder Kästen vor den Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai bepflanzen, sollten ihre Blumen vor möglichen Frösten schützen. Hierzu reicht oft das Heranziehen unter einem Vordach oder eine leichte Abdeckung, wenn der Wetterbericht kalte Nächte meldet.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 07.05.2008