Tagung Biokraftstoffe in Land- und Forstwirtschaft

Biodiesel tanken
Biodiesel eignet sich auch für viele Schleppermotoren

Zum Thema Biokraftstoffe in Land- und Forstwirtschaft veranstaltet die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen am Mittwoch, 22. Oktober, eine Tagung im Landwirtschaftszentrum Haus Düsse im Kreis Soest. Die ganztägige Veranstaltung von 10 bis 16.30 Uhr beleuchtet die aktuellen Entwicklungen bei Biodiesel und Pflanzenölkraftstoffen. Neben den politischen Rahmenbedingungen werden am Vormittag die Nachhaltigkeit des Rapsanbaus, die Qualitätsentwicklung von Biodiesel und eine Ölmühlenbefragung vorgestellt. Die Wirtschaftlichkeit des Biokraftstoffeinsatzes in der Landwirtschaft und konkrete Erfahrungsberichte von Biokraftstoffnutzern in Nordrhein-Westfalen erläutern die Referenten am Nachmittag und diskutieren sie mit den Teilnehmern. Rapskuchen in der Schweinefütterung und Eigenverbrauchstankstellen sind weitere Themen.

Die Tagung soll Orientierungs- und Entscheidungshilfen zum Biokraftstoffeinsatz in der Land- und Forstwirtschaft geben. Interessenten sollten sich bis zum 20. Oktober im Landwirtschaftzentrum Haus Düsse in Bad Sassendorf-Ostinghausen anmelden, Telefon: 02945 / 989-0. Die Teilnahmegebühren betragen zehn Euro, einschließlich Mittagessen.

Biokraftstoffe sind bislang die einzige regenerative Alternative zu Kraftstoffen auf Erdölbasis und können einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität in der modernen Industriegesellschaft leisten. Dies gilt nicht nur im Hinblick auf den Klimaschutz, sondern auch für die Versorgungssicherheit.

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 4,6 Millionen Tonnen Biokraftstoffe verbraucht. Neben Biodiesel mit 3,3 Millionen Tonnen und Bioethanol mit fast einer halben Million Tonnen beträgt der Verbrauch von Pflanzenölkraftstoff in Deutschland 840 000 Tonnen pro Jahr. Insgesamt wurden so im vergangenen Jahr 7,4 Prozent des Kraftstoffverbrauchs durch Biokraftstoffe ersetzt. Haupteinsatzgebiete waren die Beimischung zu Mineralölkraftstoffen, der Schwerlastverkehr und nur zum geringen Teil die Landwirtschaft. Durch Biokraftstoffe wurden 14,3 Millionen Tonnen CO 2-Emissionen gespart und dadurch ein erheblicher Beitrag zum Klimaschutz geleistet.

Weitere Informationen und die Möglichkeit, sich online anzumelden, gibt es hier:

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 08.10.2008