Problemunkraut Giersch

Mein Garten wird langsam aber sicher von Giersch überwuchtert. Wie kann ich dieses Unkraut effektiv beseitigen?

Antwort:

Giersch (Aegopodium podagraria), auch Geisfuß oder Zipperleinskraut genannt, gehört zu den häufigsten Unkräutern im Garten. Die Pflanze verbreitet sich stark durch Rhizombildung, aber auch durch Aussamen. Wird sie nicht regelmäßig entfernt, kann sie das Wachstum der Kulturpflanzen stark einschränken. Auch wenn’s schwer fällt, die Bekämpfung der Unkräuter mit Herbiziden hat dabei im Garten nichts zu suchen. Die sicherste Methode, Giersch aus dem Garten zu entfernen, ist das regelmäßige Jäten. Es ist wichtig, dass Sie damit bereits im zeitigen Frühjahr beginnen und kontinuierlich, sobald sich das Kraut wieder oberirdisch zeigt, wieder jäten. Durch die ständige Bearbeitung und das Entfernen der Pflanzenteile wird das Unkraut stark geschwächt und die Wurzelstöcke werden ausgehungert. Da der Samen über viele Jahre im Boden keimfähig bleibt, muss man in jedem Fall die Samenbildung der Pflanzen verhindern. Wichtig also: Vor der Samenbildung aushacken. Samentragende Pflanzen gehören nur auf den Kompost, wenn man eine Heißkompostierung durchführt. Ansonsten verbreitet man mit dem Kompost den Giersch-Samen im gesamten Garten.

Da Giersch, wie alle Pflanzen Licht für sein Wachstum benötigt, sollten man ihm so wenig Licht wie möglich zukommen lassen. Im Ziergarten hilft eine ständige Beschattung des Bodens mit Bodendeckern zusätzlich, das Unkrautwachstum einzuschränken. Im Gemüsegarten sollte man eine Mischkultur anlegen, damit der Boden möglichst immer bedeckt ist. Freiwerdende Beete am besten sofort mit einer Gründüngung einsäen, um auch hier den Boden schnellstmöglich wieder zu bedecken. In ganz extremen Fällen hilft allerdings nur noch eine Radikalmethode. Das gesamte Beet mit schwarzer Mulchfolie abdecken und für die Pflanzung des Gemüses Schlitze hinein schneiden. Durch den Lichtmangel kann der Giersch nicht wachsen, allerdings können immer noch Samen im Boden liegen, die keimen, sobald mehr Licht für bessere Wachstumsbedingungen sorgt.