Artenschutzkonzept Bechsteinfledermaus

Bechsteinfledermaus
Durch den Braunkohletagebau Hambach ist die Bechsteinfledermaus besonders betroffen, sodass für sie unter Einbezug landwirtschaftlicher Fläche ein neuer Lebensraum geschaffen werden muss. Foto: Marco König, piclease

Im Zusammenhang mit der Genehmigung eines Rahmenbetriebsplanes für den Braunkohletagebau Hambach ist zur Einhaltung naturschutzrechtlicher Vorgaben ein Artenschutzkonzept erforderlich. So soll verhindert werden, dass die Vorkommen geschützter Tierarten durch den Tagebau nachhaltig geschädigt werden. Zu den besonders hervorzuhebenden Arten, die durch das Vorhaben betroffenen sind, zählt die Bechsteinfledermaus. Für sie muss ein funktional gleichwertiger Lebensraum geschaffen werden.

800 ha Wald sollen durch geeignete Maßnahmen ökologisch optimiert und zu sätzlich etwa 700 ha landwirtschaftliche Flächen naturschutzgerecht entwickelt werden. Auf der landwirtschaftlichen Fläche ist insbesondere die Anlage von Vernetzungsstrukturen in einer Größenordnung von etwa 100 ha vorgesehen, die die Lebensräume der Bechsteinfledermaus verbinden sollen. Auf 600 ha ist die Entwicklung parkähnlicher Landschaften durch Umwandlung von ackerbaulich genutzten Flächen in ein mit Bäumen angereichertes Grünland vorgesehen.

Die Arbeiten wurden teilweise finanziert durch das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Landesinitiative des Landes NRW.