Ausgleichszulage benachteiligte Gebiete

Rechtsgrundlage

Jeweils geltende Fassung der

  • Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 17. Dezember 2013 über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1698/2005 (ABl. L 347 vom 20.12.2013 S. 487),
  • Durchführungsverordnung (EU) Nr. 808/2014 der Kommission vom 17. Juli 2014 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EU) Nr. 1305/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Förderung der ländlichen Entwicklung durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) (ABl. L 227 vom 31.7.2014 S. 18),
  • Verordnung (EU) Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 17. Dezember 2013 über die Finanzierung, die Verwaltung und das Kontrollsystem der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 352/78, (EG) Nr. 165/94, (EG) Nr. 2799/98, (EG) Nr. 814/2000, (EG) Nr. 1290/2005 und (EG) Nr. 485/2008 des Rates (ABl. L 347 vom 20.12.2013 S. 549),
  • Durchführungsverordnung (EU) Nr. 809/2014 der Kommission vom 17. Juli 2014 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EU) Nr. 1306/2014 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich des integrierten Verwaltungs-und Kontroll­systems, der Maßnahmen zur Entwicklung des ländlichen Raums und der Cross Compliance (ABl. L 227 vom 37.7.2014 S. 69),
  • Delegierte Verordnung (EU) Nr. 640/2014 der Kommission vom 11. März 2014 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlamentes und des Rates auf das integrierte Verwaltungs-und Kontrollsystem und die Bedingungen für die Ablehnung oder Rücknahme von Zahlungen sowie für Verwaltungssanktionen im Rahmen der Direktzahlungen, Entwicklungsmaßnahmen für den ländlichen Raum und der Cross Compliance (ABl. L 181 vom 20.6.2014 S. 48),
  • Verordnung (EU) Nr. 1307/2013 des Europäischen Parlamentes und des Rates vom 17. Dezember 2013 mit Vorschriften über Direktzahlungen an Inhaber landwirtschaft­licher Betriebe im Rahmen von Stützungsregelungen der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 637/2008 des Rates und der Verordnung (EG) Nr. 73/2009 des Rates (ABl. L 347 vom 20.12.2013 S. 608),
  • Richtlinie 86/465/EWG des Rates vom 14. Juli 1986 betreffend das Gemeinschaftsverzeichnis der benachteiligten landwirtschaftlichen Gebiete im Sinne der Richtlinie 75/268/EWG (ABl. L 237 vom 24.09.1986 S. 1),
  • Gesetz über die Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. Juli 1988 (BGBl. I S. 1055), zuletzt geändert durch Gesetz vom 09.12.2010 (BGBl. 2010 Teil I Nr. 63 S. 1934),
  • §§ 23 und 44 der Landeshaushaltsordnung vom 26. April 1999 (GV. NRW. S. 158) und die Verwaltungsvorschriften zur Landeshaushaltsordnung vom 30. September 2003 (MBl. NRW. S. 1254)
  • Richtlinie des MKULNV über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von landwirtschaftlichen Betrieben in benachteiligten Gebieten (Ausgleichszulage) vom 01.06.2015

Was wird gefördert?

Ausübung der landwirtschaftlichen Tätigkeit auf bestimmten landwirtschaftlich genutzten Flächen innerhalb des festgelegten „benachteiligten Gebietes“ in Gemeinden oder Gemeindeteilen mit einer LVZ bis 30 in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Hessen und Niedersachsen.

In der benachteiligten Agrarzone (Gebiet 002) und im kleinen Gebiet (Gebiet 003) wird das bewirtschaftete Grünland (Codes 421 - 424, 459, 480, 492, 572 und 573 des Verzeichnisses der anzugebenden Kulturarten zum Sammelantrag) gefördert.

Im Berggebiet (Gebiet 001) wird darüber hinaus zusätzlich auch noch Ackerland gefördert. Förderfähig ist somit die landwirtschaftlich genutzte Fläche mit Ausnahme der Nutzungscodes 563 - 567, 574 - 594, 859, 907 und 914 - 999.


Wer wird gefördert?

Aktive Betriebsinhaber im Sinne von Artikel 9 der Verordnung (EU) Nr. 1307/2013


Wie hoch ist die Förderung?

Die Prämien je Hektar sind abhängig von der Gebietsart, dem Bundesland und der LVZ der Gemarkung (in Nordrhein-Westfalen).

Bundesland Gebietsart LZV Prämie in € je ha
NRW Berggebiet bis 30 115
NRW benachteiligtes und kleines Gebiet bis 15 115
NRW benachteiligtes und kleines Gebiet über 15 bis 20 90
NRW benachteiligtes und kleines Gebiet über 20 bis 25 60
NRW benachteiligtes und kleines Gebiet über 25 bis 30 35
Hessen, Niedersachsen alle Gebiete bis 30 35

Bagatellgrenze 250 €; mindestens 3 ha förderfähige Fläche im benachteiligten Gebiet

Degression

Die Ausgleichszulage beträgt:

bis 80 ha: 100 Prozent
über 80 - 120 ha: 75 Prozent
über 120 ha: 0 Prozent

Der festgelegte Prämiensatz je Hektar förderfähiger Fläche wird unter Berücksichtigung des Anteils der festgestellten Flächen entsprechend anteilig gekürzt.


Fristen

Die Ausschlussfrist für die Antragstellung ist identisch mit der für den Sammelantrag geltenden Frist (17.05.2016).


Cross Compliance

Verstöße gegen die anderweitigen Verpflichtungen werden geahndet, was zu Kürzungen der Ausgleichszulage führen kann. Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Broschüre „Cross Compliance“.


Anträge / Anlagen

Der Antrag ist als Anlage B zusammen mit dem Mantelbogen zum Sammelantrag und dem Flächenverzeichnis einzureichen. Der Antrag muss elektronisch mit ELAN-NRW gestellt werden.


Stand: 26.04.2016