Die Tierseuchenkasse erhebt die Beiträge für 2017

Gänse auf der WeideBild vergrößern
Foto: Gotthard Augst, piclease

Am 08.04.2017 versendet die Tierseuchenkasse die Beitragsbescheide für das Jahr 2017 an die Halter von Pferden, Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Gehegewild, Geflügel und Bienen. Die Beitragspflicht beruht auf dem Tiergesundheitsgesetz und den hierzu erlassenen landesrechtlichen Vorschriften. Maßgebend für die Berechnung des Beitrages sind die von den Tierhaltern zum 1. Januar (Stichtag) bzw. 15. Februar (Nachmeldestichtag) gemeldeten Tierzahlen bzw. beim Geflügel und bei Bienen der angegebene Höchstbesatz. Bei Rindern wurden für die Beitragsberechnung die Tierzahlen vom 1.Januar der HIT-Datenbank entnommen.

In diesem Zusammenhang ist auf die erforderliche Nachmeldung von Tieren zum 15.02.2017 hinzuweisen. Tierhalter, die am 15.02.2017 mehr als 100 Schweine, 50 Rinder, 50 Schafe, 50 Ziegen oder 50 Stück Gehegewild hielten, waren verpflichtet, ihren Tierbestand auch zum 15.02.2017 zu melden, wenn sich bei einer dieser Tierarten der Tierbestand durch Zugänge aus anderen Betrieben seit dem 01.01.2017 um mehr als 10 v.H. erhöht hat oder dieser Tierbestand neu gegründet wurde. Die erforderliche Nachmeldung hatte - auch für Rinder - schriftlich bis zum 28.02.2017 zu erfolgen.

Da es bei der Übernahme der von den Tierbesitzern gemeldeten Tierzahlen in Einzelfällen zu Erfassungsfehlern gekommen sein kann, wird dringend geraten, den Inhalt des Beitragsbescheides sorgfältig zu prüfen.

Es ist wichtig, dass diesem die korrekte Tierzahl zugrunde liegt, da es anderenfalls im Seuchenfall zur Versagung der Leistung kommen kann. Bei Unstimmigkeiten oder Fehlern im Beitragsbescheid sollte die Tierseuchenkasse zeitnah informiert werden.

Im Vergleich zum Jahr 2016 sind die Beiträge 2017 im Wesentlichen stabil geblieben. Bei Pferden und Gehegewild kann, wie schon 2016, von einer der Beitragserhebung abgesehen werden. Bei Schafen und Ziegen war es möglich, den Beitrag von 1 € je Tier auf 0,50 € zu reduzieren.

Die Tierseuchenkasse erhebt für 2017 folgende Beiträge:

Die Tierseuchenkasse kann nur dann ihre Leistungen erbringen (vor allem Entschädigungen und Beihilfen zahlen), wenn alle Tierbesitzer ihren Jahresbeitrag vollständig und pünktlich, das heißt, innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheides, bezahlen. Häufigster Grund für die Versagung von Leistungen ist die nicht erfolgte oder nicht fristgemäße Zahlung des Beitrages. Die Versagung der Leistungen bedeutet - und darüber sollten sich die Tierbesitzer im Klaren sein -, dass sie im Schadensfall nicht nur den Verkaufs- bzw. Verkehrswert ihrer Tiere nicht ersetzt bekommen; auch die Kosten der Tötung, Tierkörperbeseitigung, Reinigung und Desinfektion werden von der Tierseuchenkasse nicht erstattet. Die Tierbesitzer sollten daher im eigenen Interesse auf die pünktliche Zahlung des Beitrages achten. Empfohlen wird, von der im Beitragsbescheid genannten Möglichkeit, ein SEPA-Lastschriftmandat zu erteilen, Gebrauch zu machen. Die damit verbundene automatische Teilnahme am Lastschrifteinzugverfahren erspart dem Tierhalter und der Tierseuchenkasse womöglich Aufwand und Kosten und stellt vor allem eine fristgerechte Zahlung sicher.

Abschließend wird darauf hingewiesen, dass die Tierseuchenkasse keine Versicherung im herkömmlichen Sinne ist, das heißt, dass nicht jeglicher in einem Betrieb entstehende Schaden ausgeglichen wird. Für die Tierbesitzer ist es daher evtl. von existenzieller Bedeutung, selbst Vorsorge zu treffen, zum Beispiel eine Ertragsausfallsversicherung abzuschließen.

Bei Fragen stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tierseuchenkasse gern zur Verfügung unter Telefon 0251 28982-0.