Häckselqualität von Maissilagen bewerten mit CSPS

CSPS-Siebung von MaissilageBild vergrößern
Fraktionen nach der Siebung

Die NIRS-Analyse liefert zuverlässig Daten zu den Inhaltsstoffen von Maissilagen, berücksichtigt jedoch nicht die physikalische Struktur. Entscheidend für die Futterqualität ist insbesondere der Kornaufschluss, da erst ausreichend zerkleinerte Körner die enthaltene Stärke für Verdauung und Leistung verfügbar machen. Die CSPS-Analyse (Corn Silage Processing Score) der LUFA NRW bewertet diesen Aspekt objektiv und ergänzt damit die klassische Silageuntersuchung um einen wichtigen Qualitätsparameter.

Die Bestimmung erfolgt standardisiert über eine Siebung (4,75 mm) mit Klopf-Siebtechnik, die eine realitätsnahe Trennung der Bestandteile sicherstellt. Anschließend wird der Stärkegehalt der Gesamtprobe sowie der Feinfraktion per Nahinfrarotspektroskopie (NIRS) bestimmt. Aus dem Anteil der Stärke in der Feinfraktion wird der CSPS-Wert berechnet: Unter 50 % gilt der Kornaufschluss als unzureichend, 50–70 % als verbesserungsfähig, ab 70 % als gut und über 75 % als sehr gut. Ein hoher CSPS-Wert steht für eine bessere Stärkeverfügbarkeit, eine effizientere Energienutzung und kann zu einer höheren Milchleistung beitragen.

Die CSPS-Analyse für Maissilage ist als Zusatzuntersuchung zur NIRS-Standarduntersuchung erhältlich. Sie liefert eine verlässliche Grundlage zur Bewertung des Futterwertes, zur Optimierung von Häcksler-Einstellungen und zur Vermeidung von Energieverlusten. In Kombination mit weiteren Einflussfaktoren wie Erntezeitpunkt, Trockenmasse und Lagerung schafft sie mehr Transparenz für eine wirtschaftliche und leistungsorientierte Fütterung.

Ihre Ansprechpartner:

Tobias Kleimann, Telefon: 0251 2376-737, E-Mail: tobias.kleimann@lwk.nrw.de