Pferdefutterhygiene bei Hitze: Schimmel und Verderb vermeiden

Sommerliche Temperaturen stellen hohe Anforderungen an die Lagerung von Futtermitteln. Hitze und schwankende Luftfeuchtigkeit können die Qualität von Heu, Stroh, Silagen und Kraftfutter erheblich beeinträchtigen – mit möglichen Folgen für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Pferden.
Wärme begünstigt die Entwicklung von Schimmelpilzen und Hefen. Gleichzeitig können erhöhte Restfeuchten mikrobiologische Prozesse beschleunigen. Die Folge sind Qualitätsverluste, Nährstoffabbau und im ungünstigsten Fall Belastungen durch Schimmel oder Mykotoxine.
Besonders risikoreich sind:
- schlecht belüftete Lagerräume
- starke Temperaturschwankungen mit Kondenswasserbildung, insbesondere in Kraftfuttersilos
- zu feucht gepresstes oder unzureichend getrocknetes Heu und Stroh
Empfehlungen für die Sommermonate
- Heu sollte eine Restfeuchte von unter 14 % aufweisen und ausreichend nachgereift sein.
- Kraftfutter vor direkter Sonneneinstrahlung schützen sowie sauber und trocken lagern.
- Silagen und Heulagen regelmäßig auf Beschädigungen durch Vögel, Mäuse oder andere Einflüsse kontrollieren. Selbst kleine Schäden an der Folie können zu Verderb führen.
- Bei frisch gepresstem Heu die Temperatur regelmäßig überwachen, da bei starker Erwärmung Brandgefahr bestehen kann.
Eine sensorische Prüfung ist unverzichtbar. Muffiger Geruch, Verfärbungen oder eine erhöhte Staubbildung sind deutliche Warnsignale. Allerdings sind nicht alle Risiken sichtbar oder riechbar. Insbesondere Mykotoxine bleiben häufig unbemerkt und können dennoch die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Pferden beeinträchtigen.
Nicht jede Qualitätsminderung lässt sich mit bloßem Auge feststellen. Laboruntersuchungen liefern verlässliche Informationen über die hygienische Beschaffenheit von Futtermitteln und helfen dabei, Belastungen durch Schimmelpilze oder Mykotoxine frühzeitig zu erkennen.
- Auftragsformular Pferdefutter
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