Kooperation Landwirtschaft-Wasserwirtschaft Aachen Süd und Nordeifel

Kooperation Landwirtschaft Wasserwirtschaft

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Kalltalsperre. Foto: WAG


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Wehebachtalsperre. Foto: WAG


Am 1. März 1992 vereinbarten die regional betroffenen Wasserversorger und die Landwirtschaftskammer Rheinland die Verwirklichung des standortorientierten Gewässerschutzes.

Daraufhin wurden 1993/94 in der Region Aachen die Kooperationen Hastenrather Graben, Nachtigällchen-Mariaschacht und Röhe konstituiert. 1995 erfolgte die Gründung der Nordeifel-Kooperationen KalltalsperreExterner Link, WehebachtalsperreExterner Link und Obersee der RurtalsperreExterner Link. In der Nordeifel ist die Kooperationsarbeit in den nachfolgenden Jahren auf die Wassereinzugsgebiete der DreilägerbachExterner Link- und der PerlenbachtalsperreExterner Link sowie im Bereich Aachen auf die Wasserschutzgebiete Eicher Stollen, Brandenburg, Schmithof und Reichswald ausgeweitet worden.

Die Kooperationsgebiete, die meist deckungsgleich mit den ausgewiesenen Wasserschutz- und Wassereinzugsgebieten sind, umfassen fünf Trinkwassertalsperren und sechs Grundwasserbrunnenanlagen. Ziel der Wasserschutzkooperationen ist es, die Wasserqualitäten in den Einzugs- und Schutzgebieten stetig und dauerhaft zu verbessern und gleichzeitig den Landbewirtschaftern eine nachhaltige und gewässerschonende Landwirtschaft ohne wirtschaftliche Nachteile in der Praxis zu ermöglichen.

Die Geschäftsstelle befindet sich in Düren im Hause der Landwirtschaftskammer:

Kreisstellen Aachen, Düren, Euskirchen
Rütger-von-Scheven-Straße 44
52349 Düren

In den sieben Wasserschutzkooperationen im Raum Aachen Süd und Nordeifel werden besonders umweltfreundliche Methoden und Techniken, welche erhebliche Einsparungen bei Dünge- und Pflanzenschutzmitteln mit sich bringen, gefördert. Nährstoffe können dadurch von den Pflanzen effizienter genutzt werden und Verluste, Einträge und Auswaschungen werden minimiert. Der kooperative Gewässerschutz geht noch über die gesetzlichen Rahmenbedingungen hinaus und wird durch freiwillige Maßnahmen generiert. Hierzu zählen unter anderem eine spätere Gülleausbringung im Frühjahr, der Anbau von Zwischenfrüchten, Dokumentationshilfen (z.B. Bodenproben) und Schonstreifen zu Gewässern etc.

Die in den einzelnen Kooperationen organisierten Landwirte arbeiten partnerschaftlich und eng mit den Wasserversorgern zusammen, um das gemeinsame Ziel der gewässerschonenden Landwirtschaft und die Verbesserung der Trinkwasserqualität weiterhin zu optimieren und zu garantieren. So können seit Beginn der Kooperationsarbeit in Bächen, Gräben und Zuläufen im Durchschnitt stetig niedrigere Nitrat- sowie Phosphatwerte, aber auch besser werdende bakteriologische Besatzungen verzeichnet werden.

Im Laufe der Jahre konnte die anfängliche Anzahl der Kooperationsmitglieder von 102 auf derzeit 312 Mitglieder – inklusive Mehrfachmitgliedschaften in verschiedenen Kooperationen – ausgeweitet werden (Stand 08/2019).