Aktuelle Informationen zur Geflügelpest (HPAI)

Gänse auf der WeideBild vergrößern

Aktuell greift eine starke Welle der Geflügelpest, auch bekannt als „Vogelgrippe“ in Europa und vielen Regionen Deutschlands um sich.

Obwohl HPAI in der Wildvogelpopulation seit mehreren Jahren als endemisch eingestuft ist, liegt derzeit ein deutlich höherer Virusdruck als in den vergangenen Jahren vor.

Das liegt insbesondere an infizierten Zugvögeln, vor allem Kranichen, aber auch Wildgänse und -enten. Seit Ende September/Anfang Oktober werden entlang der Zugvogelrouten, insbesondere an den Rastplätzen, immer wieder an HPAI verendete Wildvögel gefunden. Sowohl in Deutschland als auch in Nordrhein-Westfalen sind bereits Geflügelhaltungen davon betroffen. Alle Geflügelhalterinnen und -halter sollten ihre Biosicherheitsvorkehrungen überprüfen und wo nötig optimieren. Außerdem sollten sie dabei aktuell – vor allem in der Nähe von Zugvogelrastplätzen - auf nicht zwingend notwendige Auslaufhaltungen verzichten, sofern baulich möglich. 

Einschätzung zum Nachweis von Antikörpern gegen die Geflügelpest bei einer Niederländischen Milchkuh

Ende Januar wurden bei einer niederländischen Milchkuh Antikörper gegen HPAI nachgewiesen. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass Antikörper und NICHT das Virus nachgewiesen wurden. Das bedeutet, dass es keinen Hinweis auf eine aktive Virusausscheidung gibt. Die Antikörper zeigen lediglich, dass sich das Tier mit dem Virus auseinandergesetzt hat.

Dass die Antikörper in der Milch nachgewiesen wurden, bedeutet nicht, dass es sich um eine intramammäre Infektion (Mastitis, vergleichbar mit dem nordamerikanischen Seuchengeschehen) handelt. Nahezu alle Antikörper, die im Blut einer Kuh zirkulieren, können auch mehr oder weniger gut in der Milch nachgewiesen werden (vergleiche BHV1 oder BVD).

Fazit
Es gibt derzeit kein erhöhtes Risiko für eine Einschleppung des HPAI-Virus in die Rinderpopulation. Der wichtigste Schutz vor einem Seuchengeschehen bleibt, wie in den USA, die adäquate Melkhygiene.

Den aktuellen Stand der derzeit aktiven Fälle sowie eine Übersichtskarte finden Sie auf der Seite des Landesamts für Verbraucherschutz und Ernährung (LAVE) unter: