Auszeichnung für besondere Leistungen: Projektgruppe „Transitfütterung“ gewinnt Förderpreis

Im Rahmen der diesjährigen Projektarbeiten beschäftigten sich die Oberstufenschülerinnen Sally Hammans, Leonie Kierdorf, Franziska Schulte und Annika Stumpf mit dem Thema „Transitfütterung in eigenen Milchviehbetrieben im Vergleich“. Ziel des Projekts war es, die Auswirkungen verschiedener Fütterungsstrategien in der sensiblen Phase rund um die Kalbung zu untersuchen.
Nach einer Einführung in die Bedeutung der Vorbereitungsfütterung sowie des Calcium- und Phosphorstoffwechsels analysierte das Projektteam drei unterschiedliche Fütterungsverfahren: die Fütterung mit einer totalen Mischration (TMR) für laktierende Kühe, die Fütterung mit TMR unter Einsatz eines Calciumbinders sowie die Total-Dry-Fütterung. Anhand umfangreicher Versuche und betriebswirtschaftlicher Auswertungen in zwei Milchviehbetrieben wurden die Verfahren miteinander verglichen.
Die Ergebnisse zeigten, dass ein höherer Aufwand in der Fütterung vor der Kalbung sowohl aus produktionstechnischer als auch aus ökonomischer Sicht Vorteile bietet. Die gezielte Transitfütterung führte zu einem besseren Gesundheitsstatus der Kühe nach der Kalbung, höheren Milchleistungen in der anschließenden Laktation sowie geringeren Behandlungskosten. Die gewonnenen Daten besitzen einen hohen Praxisbezug und eignen sich darüber hinaus als Anschauungs- und Unterrichtsmaterial für die Studierenden der Fachschule.
Der Vortrag des Projektteams wurde bereits mehrfach vor Studierenden, angehenden Studierenden und Fachpublikum präsentiert und stieß auf sehr positive Resonanz. Die Gruppe plant zudem, die langfristigen Auswirkungen der unterschiedlichen Fütterungsstrategien weiter auszuwerten.
Die fundierte Durchführung der Versuche, die umfangreiche Datenauswertung sowie die hohe Praxisrelevanz überzeugten auch die Jury des Landesverbandes für landwirtschaftliche Fachbildung NRW (vlf NRW). Sie zeichnete das Projekt mit dem ersten Preis aus und würdigte die Arbeit mit einem Preisgeld von 500 Euro.
Autor: Björn Schmitz