Garten und Acker warten auf den Frühling

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Durch den diesjährigen spürbaren Winter zeigt sich die Vegetation im Vergleich zu den Vorjahren derzeit noch zurückhaltend. Ursache sind die seit Dezember überwiegend niedrigen Temperaturen und zeitweise kräftigen Schneefälle, die die Natur weiterhin im Winterschlaf halten, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit.

In einigen Gärten blühen Schneeglöckchen, Christ- und Lenzrosen sowie winterblühende Sträucher wie Winterkirsche oder Schneeball. Die klassischen Frühlingsboten wie Tulpen und Narzissen zeigen bislang oft nur zarte Blattspitzen. Forsythien, Zierjohannisbeeren oder Felsenbirnen halten ihre Blütenknospen ebenfalls noch geschlossen. Diese Verzögerung ist jedoch ein natürlicher Schutzmechanismus der Pflanzen. Durch die kühlen Temperaturen bauen sie Hemmstoffe ab, die den Austrieb verlangsamen. Sobald wärmere Temperaturen und Sonneneinstrahlung einsetzen, treiben sie umso schneller und kräftiger aus.

Im Handel stehen bereits Frühjahrsblüher wie Primeln, Bellis, Myosotis, Hornveilchen und Stiefmütterchen zur Verfügung. Sie wurden im Gewächshaus produziert und sollten bei den derzeit noch unsicheren Temperaturen und Nachtfrostgefahren möglichst geschützt – zum Beispiel in Hausnähe auf der Terrasse oder im Eingangsbereich – aufgestellt werden. Auch vorgetriebene Zwiebelblumen in Töpfen können den Außenbereich jetzt schon verschönern.

Nicht nur die Pflanzen im Garten warten auf den Frühling, sondern auch das Getreide auf den Feldern. Nach den Niederschlägen der vergangenen Wochen sind viele Äcker derzeit noch nicht befahrbar. Die Entwicklung des Wintergetreides verläuft jedoch normal und die Pflanzen halten sich in gutem Zustand. Frostschäden oder Ausfälle sind nicht zu verzeichnen, da das Wintergetreide während der Frostphasen größtenteils durch eine schützende Schneedecke bedeckt war.

Wünschenswert wäre nun eine trockene Phase, damit die Böden abtrocknen und wieder befahrbar werden. Erst dann können Pflege- und Düngemaßnahmen sowie die Aussaat von Sommergetreide erfolgen.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 19.02.2026