Frische Erdbeeren aus NRW

Erdbeeren in den HändenBild vergrößern

Es gibt wieder frische Erdbeeren aus NRW. Seit vergangener Woche ernten die Landwirtinnen und Landwirte die Erdbeeren aus dem geschützten Anbau in Tunneln, teilt die Landwirtschaftskammer NRW mit. Damit beginnt die Saison ähnlich früh wie im vergangenen Jahr, das bereits für viele Betriebe die früheste Erdbeersaison ihrer Betriebsgeschichte markierte. Der Hauptgrund für den frühen Saisonstart liegt insbesondere in der passenden Witterung. Vor allem die warme und sonnreiche erste Märzhälfte mit überdurchschnittlich viel Sonnenschein begünstigte das Pflanzenwachstum.

Ab Anfang Mai wird es flächendeckend in NRW Erdbeeren geben. Im Freiland beginnt die Saison voraussichtlich in der ersten Maihälfte.

Rund 335 Betriebe bauten im vergangenen Jahr in Nordrhein-Westfalen die süße Frucht auf rund 2.380 Hektar Anbaufläche an. Damit liegt NRW im bundesweiten Vergleich hinter Niedersachsen und fast gleichauf mit Baden-Württemberg in den Top 3 der Anbaubaugebiete.

Die Obstbäuerinnen und -bauern legen den Fokus auf besonders geschmackvolle Sorten. Zum überwiegenden Teil sind dies sogenannte einmaltragende Sorten, die zu verschiedenen Zeitpunkten in den Monaten Mai bis Juli reifen. Sorten wie Flair, Glorielle und Clery werden im Mai geerntet. Ab Mitte Mai bis Juni folgen Sorten wie Malling Centenary, Verdi und Sonsation. Späte Sorten wie Faith, Cadenza und Malwina werden Ende Juni und im Juli reif. Daneben gibt es auch immertragende Sorten, wie Karima, Favori, Florice oder Hademar, die den ganzen Sommer über hinweg Blüten und Früchte hervorbringen. Insgesamt wachsen in NRW rund 40 verschiedene Erdbeersorten.

Etwa jede zweite Erdbeere in NRW wächst vor negativen Witterungseinflüssen geschützt unter einer Abdeckung in einem Folientunnel oder im Gewächshaus. Diese Anbauweise hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Während vor etlichen Jahren besonders die Verfrühungseffekte dieser Anbauform im Fokus der Betriebe standen, sind es nun der allgemeine Schutz der Pflanzen und Früchte vor Frost, Hagel, zu viel Regen oder Sonne. Das Anbaurisiko wird so erheblich reduziert und es bietet zudem deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen für Mitarbeitende.

In NRW dauert die Saison in der Regel von Ende April bis in den Spätsommer und bei einigen Betrieben auch bis in den Herbst.

Wer auf der Suche nach Erdbeerhöfen in der Nähe ist, kann unter www.landservice.de nach Betrieben in der Region suchen. Es gibt dort außerdem eine Filtermöglichkeit, über die Höfe mit Selbstpflückfeldern zu finden sind.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 29.04.2026