Hohe Auszeichnung für Rinderzüchter aus Bad Berleburg

Den Hans von Bemberg-Preis für die beste tierzüchterische Leistung des Jahres 2024 hat Karl Heinrich Winter aus Bad Berleburg erhalten. Wie Karl Werring, Präsident der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, anlässlich der Preisverleihung erklärte, würdigt die Landwirtschaftskammer die langjährige Arbeit des Preisträgers vom „Burghof“ als Rinderzüchter. Gleichzeitig wurde der Preis damit erstmals an einen Zuchtbetrieb einer extensiven Fleischrinderrasse vergeben.
Karl Heinrich Winter hält schottische Hochlandrinder, auch Highland Cattle genannt, die sich besonders für eine extensive Weidebewirtschaftung eignen. Aktuell sind auf seinem Betrieb acht Mutterkühe, sechs Remontierungsfärsen, vier Absetzer und zwei Zuchtbullen beheimatet. Dazu bewirtschaftet er 25 ha Grünland, größtenteils extensiv und in den Sommermonaten als Umtriebsweiden genutzt.
Die Leidenschaft für die Zucht wurde Karl Heinrich Winter in die Wiege gelegt. Bereits der Großvater legte großen Wert auf Langlebigkeit seiner Milchkühe, sein Vater züchtete Rotvieh und engagierte sich ehrenamtlich im Pferdezuchtverein Wittgenstein. Und auch Dietmar Winter, Bruder des diesjährigen Preisträgers, ist ein erfolgreicher Limousin-Züchter.
Kein Wunder also, dass Karl Heinrich Winter bereits 1992, im Alter von 34 Jahren, seine ersten Hochlandrinder erwarb. „Ohne Zweifel ist aus der Begeisterung für die Zucht auch die Begeisterung gewachsen, mit seinen Tieren bei den verschiedensten Tierschauen präsent zu sein“, sagte Werring in seiner Laudatio. Weiter führte er aus: „Karl Heinrich Winter hat es in dieser Zeit verstanden, eine Zuchtlinie aufzubauen, deren Namen weit über die Landesgrenzen hinaus für Qualität und Erfolg stehen. Die Erfolgsbilanz der „Burghof“-Tiere auf Bundes- und Landesrasseschauen des Verbands Deutscher Highland Cattle Züchter und Halter e. V. ist beeindruckend und zeugt von einem tiefen Verständnis für Genetik und Typ.“
Sein sicheres Auge für gute Rinder führte auch dazu, dass Winter immer wieder als nationaler und internationaler Preisrichter im Ring agierte. „Dies ist ein gutes Beispiel für das ehrenamtliche Engagement von Herrn Winter für Zucht, Schauwesen und Vermarktung“, erklärte Werring.
Abschließend hält der Kammerpräsident fest: „Wir feiern heute nicht nur 34 Jahre züchterisches Schaffen, sondern wir ehren einen Züchter, der das Schottische Hochlandrind in Deutschland maßgeblich mitgeprägt hat.“
Der undotierte Hans von Bemberg-Preis hat eine über 70-jährige Tradition und wird alle zwei Jahre von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen für Höchstleistungen auf dem Gebiet der Tierzucht in der jeweiligen Sparte verliehen. Er wurde 1952 von der damaligen Landwirtschaftskammer Rheinland anlässlich des 60. Geburtstages des Vorsitzenden des Rheinischen Verbandes für Tieflandrinderzucht, Hans von Bemberg, gestiftet. Hans von Bemberg war ein Rinderzüchter aus Flamersheim im Kreis Euskirchen und der erste Preisträger.
Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 31.07.2026