Maisernte startet früh

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Die Maisernte in NRW ist in diesem Jahr sehr früh gestartet, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Nachdem die Bedingungen zur Aussaat im Frühjahr noch gut waren, leidet der Mais aufgrund der anhaltendenden Trockenheit der vergangenen Wochen unter Wassermangel. Während es in manchen Regionen Westfalens auch im trockensten Juli seit Beginn der Wetteraufzeichnung vereinzelt Niederschläge gab, fällt die Bilanz im Rheinland grundsätzlich schlechter aus. Die Maisbestände in Nordrhein-Westfalen sind daher regional – teilweise sogar innerhalb eines Feldes – sehr unterschiedlich entwickelt. Das führt dazu, dass die Ernte besonders auf sandigen Standorten in diesem Jahr deutlich früher beginnt als im langjährigen Durchschnitt. In Regionen, in denen es Niederschlag gab, kann es bis zur Ernte noch einige Wochen dauern. Die Landwirtinnen und Landwirte gehen insgesamt von weniger Ertrag aus als in den vergangenen Jahren, wobei genaue Ergebnisse abgewartet werden müssen.

Mais wird in NRW auf über 264.000 ha angebaut. Über 70 % davon ernten Landwirtinnen und Landwirte als Silomais. Die Nutzung als Körnermais hat hier eine untergeordnete Bedeutung. Im Fall der Silomaisnutzung wird die gesamte Pflanze gehäckselt und als Futter in der Rinderhaltung oder energetisch in Biogasanlagen zur Gas- bzw. Stromerzeugung eingesetzt. Körnermais wird in NRW schwerpunktmäßig als Kraftfutterkomponente in der Schweinemast genutzt.

Maishäcksler übernehmen die Ernte von Silomais. Nach dem Häckseln kommt der zerkleinerte Mais dann in ein Silo und wird luftdicht unter Folie eingepackt und siliert. Dabei vergären Milchsäurebakterien den Zucker im Mais, wodurch er haltbar gemacht wird. Damit aber die Silierung funktioniert, ist der Erntezeitpunkt wichtig: Bei zu trockenem Mais ist zu viel Luft im Silo und die Milchsäurebakterien können nicht arbeiten. Wird der Mais zu früh geerntet, geht einerseits Ertrag verloren und andererseits funktioniert das Silieren nicht.

Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 13.08.2026