Obst einkochen leicht gemacht

Oft werden die Begriffe Einkochen und Einmachen synonym verwendet. Beim Einmachen werden Lebensmittel heiß in Gläser gefüllt und verschlossen. Beim Abkühlen entsteht ein Vakuum. Typische Beispiele sind Marmelade, Gelee oder Kompott. Beim Einkochen werden die verschlossenen Gläser zusätzlich erhitzt. Durch Hitze, Luftabschluss und Druck werden die Lebensmittel sterilisiert und dadurch länger haltbar, teilt die Landwirtschaftskammer NRW mit.
Zum Einkochen eignen sich viele Lebensmittel, darunter Obst, Gemüse, Fleisch sowie Suppen, Eintöpfe und Soßen. Weniger geeignet sind stärkehaltige Lebensmittel wie Nudeln, Reis oder mit Mehl angedickte Soßen. Wichtig ist die Verwendung frischer, unbeschädigter und nicht überreifer Lebensmittel. Auch Einmachgläser, Deckel und Gummiringe müssen vorab kontrolliert werden. Beschädigte Gläser oder poröse Gummiringe sind auszusortieren.
Für das Einkochen von Obst werden die Früchte zunächst gewaschen, gegebenenfalls geschält, entsteint oder entkernt und anschließend in passende Stücke geschnitten. Die Einmachgläser, Deckel und Ringe müssen gründlich gereinigt und anschließend mehrere Minuten in kochendem Wasser sterilisiert werden. Die Reinigung in der Spülmaschine allein reicht hierfür nicht aus.
Die vorbereiteten Früchte werden möglichst dicht in die Gläser gefüllt und die Zwischenräume je nach Rezept mit Wasser, Zuckerwasser oder einer Essiglösung aufgefüllt. Für Zuckerwasser werden je nach Geschmack 250 bis 500 g Zucker pro Liter Wasser aufgekocht. Wichtig ist, den Glasrand sauber zu halten, damit das Glas später dicht verschlossen werden kann. Danach werden Gummiring und Deckel aufgelegt und mit Federklammern verschlossen.
Die gängigste Methode des Einkochens ist das Wasserbad. Dazu werden die Gläser auf ein Gitter oder Geschirrtuch in einen großen Topf gestellt und mit Wasser bedeckt. Sobald der Inhalt kocht, beginnt die im Rezept angegebene Einkochzeit. Für Aprikosen beträgt sie beispielsweise 30 Minuten bei 90 °C. Die genauen Zeiten und Temperaturen variieren je nach Einkochgut.
Nach dem Einkochen sollten die Gläser vorsichtig herausgenommen werden und abkühlen. Ob sich ein Vakuum gebildet hat, lässt sich durch die Deckelprobe überprüfen. Dazu werden die Federklammern gelöst, das Glas wird am Deckel gefasst und leicht angehoben. Bleiben Glas und Deckel zusammen, hat sich erfolgreich ein Vakuum gebildet. Bei Schraub- oder Twist-Off-Gläsern lässt es sich daran erkennen, dass sich der Deckel nach innen wölbt.
Eingekochte Vorräte sollten kühl, dunkel und trocken gelagert werden. Ein Etikett mit dem Einkochdatum hilft dabei, den Überblick zu behalten. Vor dem Verzehr ist zu prüfen, ob die Einmachgläser noch fest verschlossen sind. Geöffnete Gläser gehören in den Kühlschrank und sollten zeitnah verzehrt werden. Obst und Gemüse halten sich meist mehrere Monate bis über ein Jahr. Wer das Einkochen noch einmal ausführlich nachlesen möchte, findet hier eine detaillierte Anleitung sowie weitere Rezepte.
Pressemeldung der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen vom 30.09.2026