Tierwohl und Tiergesundheit in der Bioschweinehaltung (2017 - 2019)

Ökologische Schweinemast mit großzügigem AuslaufangebotBild vergrößern
Ökologische Schweinemast mit großzügigem Auslaufangebot


Ökologische FerkelaufzuchtBild vergrößern
Auch bei optimalen Haltungsbedingungen stellt die ökologische Ferkelaufzucht große Anforderungen an den Betriebsleiter


Gesunde Bioschweine: Tierwohl und Tiergesundheit in der Bioschweinehaltung - ein Projekt der Europäischen Innovationspartnerschaft "Landwirtschaftliche Produktivität und Nachhaltigkeit" (EIP-AGRI)

Die aktuelle Situation

Im Verbund mit Partnern aus der Erzeugung bis zur Schlachtung, in Zusammenarbeit mit Beratung und Wissenschaft sollen Verbesserungsmöglichkeiten für Bioschweinebetriebe in Bezug auf Tierverluste, Verletzungsraten und biologische Leistungen gefunden werden. Es sollen zunächst relevante Indikatoren zur Beurteilung von Tierwohl und Tiergesundheit ausgewählt werden, und die entsprechenden Daten dann auf den Betrieben und am Schlachthof einzelbetrieblich erhoben werden. Durch Datenzusammenführung und -auswertung sollen im weiteren Verlauf gemeinsam mit allen Partnern Handlungsempfehlungen für die jeweiligen Betriebe abgeleitet werden. Nach Umsetzung der ausgewählten Maßnahmen auf den Betrieben soll eine erneute Datenerfassung und -auswertung erfolgen, wodurch Rückschlüsse auf die Anwendbarkeit und den Erfolg der verschiedenen Managementmaßnahmen gezogen werden können. Aus den gewonnenen Erkenntnissen können schließlich verallgemeinerungsfähige Handlungskonzepte für die Praxis und ein Konzept für eine erfolgreiche Beratung entwickelt werden, die zur Stärkung und Ausweitung der ökologischen Schweinehaltung beitragen.

Projektziele

  • einzelbetrieblich: Optimierung und Weiterentwicklung der Schweinehaltung in jedem einzelnen Betrieb (hinsichtlich Tierwohl, Tiergesundheit und damit auch Tierleistungen und Betriebserfolg)
  • überbetrieblich / Vermarktung: Entwicklung der ökol. Schweinehaltung im Hinblick auf ein hohes Maß an Tierwohl und -gesundheit, Produktqualität; Dokumentation der hohen Produktionsstandards

Das Projekt verfolgt zwei Ansätze:

  • Status Quo Erhebung: aktuelle Situation auf ökologisch wirtschaftenden Schweinehaltungsbetrieben in NRW
  • einzelbetriebliche Schwachstellenanalyse und Entwicklung daraus abgeleiteter verallgemeinerungsfähiger Handlungs- und Beratungskonzepte
    • Auswahl relevanter Indikatoren zur Beurteilung von Tierwohl und -gesundheit, Erfassung auf den teilnehmenden Betrieben und am Schlachthof
    • Datenzusammenführung und -auswertung und daraus Ableitung und Umsetzung von Handlungsempfehlungen für die einzelnen Betriebe
    • Erneute Erhebung der betrieblichen Situation nach Umsetzung der Empfehlungen mit Rückschlüssen auf den Erfolg und die Praktikabilität der verschiedenen Managementmaßnahmen
    • Entwicklung verallgemeinerungsfähiger Handlungskonzepte für die Praxis und eines Konzepts für eine erfolgreiche Beratung

Zuwendungsempfänger

  • Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Mitglieder der operationellen Gruppe

  • Landwirtschaftskammer NRW, Fachbereich Ökologischer Land- und Gartenbau (Leadpartner)
  • Universität Kassel, Fachbereich Ökologische Agrarwissenschaften
  • Biofleisch NRW e. G.
  • 14 ökologisch wirtschaftende Landwirte und -innen (Ferkelerzeugung und Mast)

Durchführungszeitraum

  • 01.01.2017 - 31.12.2019

Ansprechpartner bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen

Dr. Karl Kempkens
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Fachbereich Ökologischer Landbau
Nevinghoff 40
48147 Münster
Telefon: + 49 251 2376-625
E-Mail: karl.kempkens@lwk.nrw.de

Ulrike Westenhorst
Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse
Ostinghausen
59505 Bad Sassendorf
Telefon: +49 2945 989-559
E-Mail: ulrike.westenhorst@lwk.nrw.de

Förderung

Das Projekt wird finanziert aus dem Programm zur Förderung von Projekten im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ (EIP Agrar), das integrativer Bestandteil des NRW-Programms Ländlicher Raum 2014-2020 ist und gemeinsam aus Mitteln der EU und des Landes getragen wird.

Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen
EU-Flagge
Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete

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