Nährstoffvergleich

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Mit der Novellierung der Düngeverordnung (DüV) im Jahr 2017 sind umfassende Änderungen, die auch den jährlich zu erstellenden Nährstoffvergleich betreffen, in Kraft getreten. Diese Neuerungen sind in der aktuellen Programmversion des EDV-Berechnungsprogrammes der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen berücksichtigt.

Nährstoffvergleich – wer ist betroffen?

Der Nährstoffvergleich muss ab einer bewirtschafteten Fläche von 15 ha vorliegen. Bei einer Fläche unter 15 ha LN besteht die Verpflichtung, sobald Wirtschaftsdünger oder Gärreste von anderen Betrieben aufgenommen werden. Auch eine Tierhaltung, die mehr als 750 kg Stickstoff ausscheidet, führt bei Betrieben unter 15 ha zu der Verpflichtung einen NV zu erstellen. Lediglich bei einer sehr extensiven Wirtschaftsweise (kein Schlag wird mit mehr als 50 kg N gedüngt) erübrigt sich für Betriebe > 15 ha die Verpflichtung zum Nährstoffvergleich.

Einverständniserklärung erforderlich

Ebenso benötigen wir – soweit noch nicht vorhanden – Ihre Einverständniserklärung zur Nutzung Ihrer betriebsbezogenen Daten. Im Einzelnen benötigen wir Ihre ausdrückliche Zustimmung für die Verwendung der Förderdaten (INVEKOS), der HIT/ZID-Daten (Tierbestände) und Daten aus der Wirtschaftsdüngerdatenbank. Wenn wir auf diese Daten zurückgreifen dürfen, können wir die Genauigkeit des NV verbessern und mindern im Fall einer Überprüfung (Fachrechts- oder CC-Kontrollen) das Risiko einer Anlastung.

Kosten für die Erstellung des Nährstoffvergleichs und der Stoffstrombilanz

Die Erstellung eines Nährstoffvergleichs ist über die Mitgliedschaft in der Wasserkooperation kostenfrei, wir benötigen allerdings den Auftragsbogen.

Die gegebenenfalls notwendige Erstellung einer Stoffstrombilanz ist kostenpflichtig. Die Gebühr wird, gemäß aktueller Gebührenordnung, in Höhe von derzeit 83 €/Std. plus MwSt. berechnet. Bei umfangreicheren Sachverhalten bzw. aufwendigen Recherchen kann sich die Gebühr, je nach Zeitaufwand, erhöhen.

Ihr Vorteil

Der Nährstoffvergleich stellt nicht nur eine Dokumentationsverpflichtung dar. Sie haben hiermit auch die Möglichkeit, die Stärken und Schwächen Ihrer bisherigen Düngungspraxis zu überprüfen und die Nährstoffeffizienz – in erster Linie beim Einsatz von Wirtschaftsdünger – weiter zu optimieren. Letztlich lassen sich auf diesem Weg auch Kosten sparen.