Erfahrungsbericht Verwaltungsfachangestellte - Standort Münster

Ich bewarb mich im Sommer 2013 um einen Ausbildungsplatz zur Verwaltungsfachangestellten bei der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Münster.

Warum der Ausbildungsberuf „Verwaltungsfachangestellte/r“? Mich persönlich reizte besonders der rechtliche Hintergrund dieser Ausbildung.  Und warum an der Landwirtschaftskammer NRW? Es gibt viele verschiedenen Bereiche bei der Landwirtschaftskammer NRW, die für Verwaltungstätigkeiten in Frage kommen, womit ein breites Spektrum an Tätigkeiten vorhanden ist.

Und so begann alles:

Nach meinem Einstellungstest und einem Vorstellungsgespräch bei der Landwirtschaftskammer NRW bekam ich die positive Zusage, einen der Ausbildungsplätze zur Verwaltungsfachangestellten erhalten zu haben.

Die Ausbildung begann am 01.08.2014. An dem Tag lernten wir den Standort Münster der Landwirtschaftskammer NRW kennen: Wir erhielten wichtige und interessante Informationen rund um den Standort Münster, besichtigten einige Abteilungen und lernten uns Auszubildende näher kennen.

Am Montag, den 04.08.2014 begann unsere Ausbildung dann „richtig“. Voller Aufregung und Freude machte ich mich auf den Weg in meine Abteilung des ersten Praxisabschnittes.  Meinen ersten Praxisabschnitt absolvierte ich in der LUFA NRW. Die LUFA NRW ist die Landwirtschaftliche Untersuchungs- und Forschungsanstalt der Landwirtschafskammer NRW. Sie ist ein Dienstleistungsinstitut für Agrar- und Umweltanalytik. In den Laboren wird die gesamte landwirtschaftliche Produktionskette von der Erzeugung bis zur Nahrungsmittelverarbeitung untersucht. Was hat das mit dem Beruf der/des Verwaltungsfachangestellten zu tun? Sehr viel! Jeder Antrag, jede Rechnung oder seien es nur Informationen müssen verarbeitet und in verschiedenste Systeme eingepflegt werden. Somit hatte ich eine große Breite an Aufgaben. Zum Beispiel legte ich Bodenprobenanträge an, bearbeitete Wasserprobenberichte  und verschickte die Ergebnisse an die Kunden.

In der ersten Septemberwoche hatten wir eine Einführungswoche zusammen mit den Inspektoranwärtern, die ebenfalls 2014 ihre Ausbildung bzw. ihr Studium bei der Landwirtschaftskammer NRW begonnen haben.

Am ersten Tag der Einführungswoche besichtigten wir das Versuchs- und Bildungszentrum  Landwirtschaft Haus Düsse in Bad Sassendorf. Dort erhielten wir nähere Eindrücke zu den Themengebieten der Landwirtschaftskammer NRW.

An dem zweiten Tag unserer Einführungswoche kamen alle Auszubildenden der Landwirtschaftskammer NRW am Standort Münster zusammen. Es war eine sehr gemischte Gruppe von zukünftigen Bachelor of Laws, Chemielaboranten, Landwirten, Gärtnern und Verwaltungsfachangestellten. Wir wurden von den beiden Ausbildungsleitern der Landwirtschaftskammer NRW durch den Tag geführt. Wir hörten Vorträge über die Landwirtschaftskammer NRW, deren Funktion im Alltag und im Bereich der Bildung. Im Anschluss stellten sich zwei Imker mit ihren Bienen vor, sie präsentierten ihre tägliche Arbeit, wir probierten Honig und stellten Fragen über Fragen. Nach dieser Woche hatte ich einen sehr guten und präzisen Eindruck was noch außer der öffentlichen Verwaltung an der Landwirtschaftskammer NRW stattfindet und wie dies mit den Verwaltungstätigkeiten zusammenhängt.

An einem weiteren Tag besichtigten wir die Kreisstelle Steinfurt. Dort lernten wir die Zusammenarbeit innerhalb einer Kreisstelle kennen und besichtigten im Anschluss den Bioenergiepark Saerbeck. Wir wurden durch den Energiepark geführt und erhielten viele spannenden Informationen über das Thema Energiegewinnung und Energieeinsparung. Im Anschluss dieser Besichtigung fuhren wir zu einem der nahegelegenen landwirtschaftlichen Betriebe.

Meinen zweiten Paxisabschnitt absolvierte ich in der Personalabteilung. Hier durfte ich in verschiedensten Bereichen mitarbeiten (z. B. Beamtenrecht, Tarifrecht, Ausbildung) und lernte so einen breiten Bereich der Personalarbeit kennen.

Während der Praxisphasen sind wir einmal wöchentlich im Studieninstitut Westfalen-Lippe und erlernen Rechtsfächer. Unser Kurs ist eine Zusammensetzung von Auszubildenden aus anderen Behörden und erinnert an eine Schulklasse. Hierdurch knüpft man Kontakte auch mit Auszubildenden aus anderen Behörden.

Ein Praxisabschnitt beträgt etwa drei Monate. An diesen schließt sich ein dreimonatiger Schulblock am Berufskolleg an. Am Berufskolleg werden dann auch außerbetriebliche Fächer wie z.B. Deutsch gelernt. Durch diesen Wechsel erhält man einen Einblick in die öffentliche Verwaltung  und bekommt schnell Praxiserfahrung.

Zurückblickend auf die letzten Monate kann ich sagen, dass mir die Ausbildung bei der Landwirtschaftskammer NRW sehr viel Spaß bereitet und sehr vielfältig und informativ ist.

In jedem Bereich erhält man neue Erfahrungen der öffentlichen Verwaltung, die einen prägen und das Interesse auf den nächsten Abschnitt wecken.

Karla Kintrup, Einstellungsjahrgang 2014