Wie nachhaltig ist mein Hof?

Das Projekt “Netzwerk nachhaltige Landwirtschaft in NRW“ baut auf dem Projekt “Der Nachhaltigkeitskodex der Landwirtschaft. Entwicklung und Optimierung praxisgerechter Methoden des Nachhaltigkeitsmanagements und der Nachhaltigkeitsberichterstattung landwirtschaftlicher Betriebe“ (DBU Projekt AZ 33534) auf. Von 2017 bis 2020 wurden 37 Betriebe in NRW auf Ihren Stand der Nachhaltigkeit in den drei Bereichen Ökologie, Ökonomie und Soziales untersucht. Mit der Start- und Ausbauphase des Modell- und Sondervorhabens „Netzwerk nachhaltige Landwirtschaft in NRW“ (AZ: 17-02.04.01-10/2021) galt es daraufhin, in einer Gruppe von an Nachhaltigkeit interessierten Landwirtinnen und Landwirten, Möglichkeiten einer praxisgerechteren Erfassung und Bewertung von Nachhaltigkeit zu diskutieren.
Das Thema Nachhaltigkeit ist für Landwirtinnen und Landwirte nicht neu
Jeden Tag arbeiten sie mit und in den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit - der Ökologie, der Ökonomie und im Bereich Soziales. Ohne nachhaltiges Handeln können weder hochwertige Produkte erzeugt, noch der Betrieb in die nächste Generation geführt werden.
Nachhaltigkeit ist aber nicht nur für den Erfolg Ihres Unternehmens von Bedeutung, auf allen Stufen der Wertschöpfungskette wird die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards zunehmend zu einem Qualitätsmerkmal und von Marktpartnern verstärkt offensiv gefordert. Denn durch Berichtspflichten wie die CSRD und EU-Taxonomie-Verordnung wird deutlich, dass große und mittelfristig auch kleine und mittlere Unternehmen über ihre Nachhaltigkeit berichten müssen. So konnte im Laufe der Projektlaufzeit des Modell- und Sondervorhabens das steigende Interesse einer Nachhaltigkeitsbewertung landwirtschaftlicher Betriebe insbesondere von Banken, aber auch der Abnahmeseite beobachtet werden.
Hier setzt das Projekt an
In einer Gruppe von an Nachhaltigkeit interessierten Landwirtinnen und Landwirten aus ganz Nordrhein-Westfalen sollen Möglichkeiten einer praxisgerechten Erfassung und Bewertung von Nachhaltigkeit diskutiert werden. Der Nutzen für die Betriebe, in Form einer sich anschließenden Schwachstellenanalyse und individuellen Betriebsberatung, steht dabei im Vordergrund.
In den vorangegangenen Projektphasen haben über 30 Betriebe das Angebot wahrgenommen und sich mittels des Nachhaltigkeitschecks analysieren lassen. Neben dem Selbstmanagement und der Betriebsoptimierung spielt das Thema Nachhaltigkeit auch zukünftig eine immer größer werdende Rolle bei der Vergabe von Krediten oder auch Pachtflächen.
Ziel ist es darum, das Indikatorenset mit den Betrieben zusammen weiter zu entwickeln, dass dem Betrieb bei der Optimierung hilft, den Partnern entlang der Wertschöpfungskette ausreichend Informationen liefert für deren Nachhaltigkeitsberichtserstattung und das nach Möglichkeit ohne neuen Bürokratieaufwand, sondern basierend auf den bereits vorhandenen Daten, die dokumentiert werden.
Ansprechpartner
Dirk Schulte-Steinberg
Referent für Nachhaltigkeitskonzepte
landwirtschaftlicher Betriebe
Bohlenweg 3
33034 Brakel
Telefon: 05272
3701-169
E-Mail: dirk.schulte-steinberg@maillwk.nrw.de