Steigerung der Biodiversitätsmaßnahmen am Niederrhein

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Das Projekt „Steigerung der Biodiversitätsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen am Niederrhein“ wird über das LEADER-Programm der EU gefördert. Nach der Freigabe durch das Projektauswahlgremium der LEADER-Region Geldern.Kleve.Nettetal.Straelen über die Lokale Arbeitsgruppe „LeiLa Leistende Landschaft e. V.“ konnte im Juli 2018 der Zuwendungsbescheid übergeben werden.

Projektziele

Ziel des Projektes ist es, über einen neuen Ansatz der Zusammenarbeit zwischen dem Natur-, sowie Artenschutz und der Landwirtschaft dem negativen Entwicklungstrend vieler in NRW vorkommender Arten der offenen Feldflur entgegenzuwirken.

Durch eine verbesserte Vernetzung und Kommunikation aller am Natur- und Artenschutz beteiligten Institutionen soll der Umfang an Natur- und Artenschutzmaßnahmen sichtbar erhöht werden. Dies soll neben einer Erhöhung im Bereich der Ökologischen Vorrangflächen (Greening), besonders über Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutzmaßnahmen erreicht werden. Im Ergebnis soll in der Region eine größere strukturelle Vielfalt entstehen.

In der LEADER-Region Lei.La. wirtschaften insgesamt ca. 500 Landwirtinnen und Landwirte mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von ca. 20.000 ha. In Absprache mit den Akteuren in der Region, wie den Unteren Naturschutzbehörden der Kreise Kleve und Viersen, den zuständigen Biologischen Stationen und Naturschutzverbänden, der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft, den Wasser- und Bodenverbänden vor Ort und den beteiligten Kommunen, können innerhalb der Gesamtkulisse Flächen für bestimmte Schwerpunktvorkommen einzelner Arten herauskristallisiert werden, um dort gezielt biodiversitätsfördernde Maßnahmen zu bewerben.

Projektablauf

Zunächst wird über die Einstellung eines Biodiversitätsberaters versucht, die Informationen aller Akteure im Bereich des Natur- und Artenschutzes zusammenzutragen. Über die Einrichtung einer Arbeitsgruppe werden sowohl die Vernetzung als auch der regelmäßige Austausch gewährleistet. Hierdurch soll ermöglicht werden, dass die Vielzahl der Biodiversitätsmaßnahmen den landwirtschaftlichen Betrieben in gebündelter Form vorgestellt werden kann.

Durch gezielte Beratung sollen dann geeignete Maßnahmen den jeweiligen Einzelbetrieben vorgestellt werden und dort umgesetzt werden.

Diese Biodiversitätsberatung selbst wird in bewährter Form durchgeführt und baut auf den positiven Erfahrungen aus den schon laufenden Projekten zu Biodiversität und Artenschutz der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen auf.

Zwischenfazit

Im Laufe des ersten Projektjahres wurden bis zum 30.06.2019 56 Betriebe beraten. 52 von ihnen nehmen bereits Flächen aus der intensiven Produktion oder planen es in Folge der Beratung. Auf 61 ha werden neue Blühstreifen, Uferrandstreifen oder Getreidestreifen für den Feldvogelschutz angelegt. Weiterhin gibt es Grünlandflächen die extensiviert, oder Äcker die als Schwarzbrache erhalten bleiben. Auf 59 % der neu beratenen Flächen werden Agrarumweltmaßnahmen umgesetzt, auf 31 % Maßnahmen aus dem Vertragsnaturschutz. Dabei beträgt die Laufzeit der umgesetzten Maßnahmen im Rahmen dieser beiden Förderprogramme jeweils fünf Jahre.

Vortrag

Ansprechpartner

Förderung

Der überwiegende Anteil der Finanzmittel wird durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds und das Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellt.

LEADER, EU, NRW