Modellvorhaben Vogelschutz im Kreis Steinfurt

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Feldlerche. Foto: Hans Glader, piclease

Zielsetzung des Modellvorhabens

Die Entwicklung der Vogelbestände in NRW ist bei der überwiegenden Anzahl der in NRW vorkommenden Arten seit Jahren rückläufig. Diese negative Entwicklung betrifft nicht nur Rote-Liste-Arten, sondern auch heute noch relativ weit verbreitete Arten. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, soll ein Beratungsansatz durch die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen weiter erprobt werden. Ziel ist die Umsetzung dem Vogelschutz dienender Maßnahmen außerhalb von Naturschutzgebieten in solchen Teilräumen, in denen heute noch eine vergleichsweise günstige Situation des Vogelschutzes vorzufinden ist. In dem Vorhaben sollen neben Vertragsnaturschutz- und Agrarumweltmaßnahmen auch die Ausgestaltung ökologischer Vorrangflächen oder Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen in die Beratung einfließen, um mit diesen Maßnahmen eine größere strukturelle Vielfalt zu erreichen. Das Modellvorhaben ist als Pilotvorhaben für einen später geplanten großflächigen Einsatz zu betrachten. #Modellgebiet

Als Modellregion ist der Kreis Steinfurt vorgesehen. Hier hat das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) 15 lokale Schwerpunkträume ermittelt, in denen derzeit sowohl ungefährdete, aber sich rückläufig entwickelnde Vogelarten als auch Arten der Roten Liste und sogenannte planungsrelevante Arten vorkommen. Die Schwerpunkträume sind kartographisch abgegrenzt und umfassen eine Fläche von knapp 9000 ha.

Umsetzung des Modellvorhabens

Als Kernstück des Vorhabens sollen biodiversitätsfördernde Maßnahmen aus dem Bereich der Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutzförderung sowie der ökologischen Vorrangflächen im Wege einer einzelbetrieblichen Beratung durch die Landwirtschaftskammer umgesetzt werden. Zusätzlich sollen in Abstimmung mit der zuständigen Unteren Naturschutzbehörde Ausgleichs- und Ersatzverpflichtungen in die Schwerpunkträume gelenkt werden.

Das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen hat die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit der Durchführung der einzelbetrieblichen Beratung beauftragt. Die Finanzierung erfolgt über die Förderrichtlinie Naturschutz (FöNa).

Für die Umsetzung der Beratung kann auf den bisherigen Erfahrungen aufgebaut werden, die in den zwei bereits bestehenden Projekten zur Naturschutz- und Biodiversitätsberatung im Münsterland und der Zülpicher Börde gewonnen werden konnten. Insbesondere wird auch hier der bewährte methodische Ansatz verfolgt und weitergeführt. Die Durchführung liegt in Händen von Stefanie Krüer-Feldmann.

Ansprechpartnerin

Die Arbeiten wurden teilweise finanziert durch das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen.

Landesinitiative des Landes NRW.