Doppelter Saatreihenabstand im Getreide

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Doppelter Saatreihenabstand

Was ist ein doppelter Saatreihenabstand im Getreide?

Bei dieser Maßnahme wird der Saatreihenabstand im Getreide erhöht.


Welchen ökologischen Vorteil bietet der doppelte Saatreihenabstand im Getreide?

Durch den erhöhten Abstand zwischen den Saatreihen wird ein sonst sehr dichter und homogener Getreideacker für Arten wie Rebhuhn, Wachtel und Feldlerche attraktiver. Auch der Feldhase und wandernde Amphibien profitieren von dieser Maßnahme. Durch den lückigen Bestand sind diese Äcker als Brutplatz für Bodenbrüter besonders gut geeignet. Die Getreidebestände sind trockener und wärmer, was zu verbesserten Aufzuchtbedingungen für die Jungtiere der genannten Arten führt. In Kombination mit einem Verzicht auf Pflanzenschutzmittel können auch Ackerwildkrautgesellschaften gefördert werden, welche wiederum als Nahrungsgrundlage für Insekten, Feldvögel und Säugetiere dienen.


Was ist bei der Umsetzung des doppelten Saatreihenabstands im Getreide zu beachten?

Der doppelte Saatreihenabstand kann sowohl im Winter- als auch im Sommergetreide umgesetzt werden. Dazu wird bei der Aussaat mindestens jedes zweite Säaggregat geschlossen und somit ein breiter Abstand zwischen den Saatreihen erzeugt. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird in der Regel verzichtet. Die mechanische Unkrautregulierung sollte außerhalb der Brut- und Setzzeiten erfolgen. Auch die Düngung sollte reduziert erfolgen, sodass die Bestände nicht zu dicht werden.


Welche Programme gibt es, um den doppelten Saatreihenabstand im Getreide fördern zu lassen?

Für landwirtschaftliche Betriebe gibt es in Nordrhein-Westfalen Möglichkeiten den doppelten Saatreihenabstand im Rahmen folgender (Förder-)Programme:

  • Vertragsnatzurschutz

Die förderrechtlichen Details zu den verschiedenen Maßnahmen sind im Maßnahmenfinder Biodiversität zu finden.


Ansprechpartner

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Standortentwicklung, Ländlicher Raum
Team Biodiversität
Gartenstraße 11
50765 Köln
Telefon: 0221 5340-335
Telefax: 0221 5340-196335
E-Mail: biodiversitaet@lwk.nrw.de

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