Startschuss für das Projekt „AckerSchaf“

Ackerschaf

 Am 01.12.2025 fiel der Startschuss für ein neues Projekt im Bereich der Schafhaltung mit dem Titel „Beweidung von Ackerflächen mit Schafen unter der besonderen Berücksichtigung der Tiergesundheit“ (Kurztitel: „AckerSchaf“). Dieses Projekt wird unterstützt und finanziell gefördert durch das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen. Mit der Durchführung sind die Fachbereiche 71 Tierhaltung & Tierzuchtrecht und 74 VBZL Haus Riswick betraut. Zur Unterstützung im Projekt wird ab dem 01.05.2026 eine neue Kollegin bei der Landwirtschaftskammer NRW anfangen. Die praktische Versuchstätigkeit wird in Kleve stattfinden, da in Haus Riswick die kammereigene Schafherde gehalten wird.

Wie bereits der Projekttitel vermuten lässt, soll das Projekt im Wesentlichen zwei Themen miteinander verbinden. Zum einen soll untersucht werden, wie sich die Schafbeweidung auf die Ackerflächen auswirkt. Generell ist die Beweidung von Ackerflächen mit Schafen keine unübliche Praxis, jedoch fehlt es im deutschsprachigen Raum an wissenschaftlichen Arbeiten zu diesem Thema. Zum anderen soll während des Projekts ein besonderes Augenmerk auf die Tiergesundheit gelegt werden. Auf Ackerflächen ist in der Regel kein natürlicher Witterungsschutz vorhanden. Schafe sind durch ihre Wolle gut vor äußeren Witterungseinflüssen geschützt, sodass für gesunde Tiere während der Ackerbeweidung keine Beeinträchtigungen zu erwarten sind. Dennoch soll im Rahmen des Projekts ein Vergleich zwischen der Haltung mit und ohne Witterungsschutz erfolgen. Um den Gesundheitszustand der Schafe zu überprüfen, ist der Tiergesundheitsdienst (FB 72) der LWK in das Projekt eingebunden. Aus den Projektmitteln wurden außerdem eine mobile Sortieranlage sowie moderne Sensortechnik für verschiedene Zwecke angeschafft. Durch die Sortieranlage wird es möglich, die Schafe direkt auf den Ackerflächen zu wiegen und zu untersuchen.

 Ein Teil der Sensortechnik wird an den Schafen angebracht und soll zusätzliche Informationen zum Verhalten liefern. Weitere Sensoren werden auf den Weideflächen eingesetzt und messen Parameter wie Bodentemperatur, Blattfeuchte und Bodenfeuchte. Auch die Witterungsbedingungen werden im Projekt detailliert betrachtet und dokumentiert. Hierzu kommen drei mobile Wetterstationen zum Einsatz. Diese können neben Temperatur, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit auch zahlreiche weitere Parameter erfassen. Die Hochschule Rhein-Waal übernimmt die wissenschaftliche Begleitung im Projekt und wird unter anderem die Tier- und Umweltdaten auswerten und interpretieren.

Das Projekt läuft bis zum 31.12.2028.

Ansprechpartner: Fides Lenz (FB 71, E-Mail: fides.lenz@lwk.nrw.de) und Michel Blechmann (FB 74, E-Mail: michel.blechmann@lwk.nrw.de)

Gefördert durch:

MLV

Autor: Wiebke Memmen