Grauschimmel an Erdbeeren

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Grauschimmelfäule


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Stroheinlage in Erdbeerbeeten


Schadbild:

Die Früchte bekommen weiche, braune Faulstellen, die bald von einem dichten, mausgrauen Pilzrasen überzogen werden. Vor allem in feuchten Jahren und in sehr dichten Beständen breitet sich die Fäule sehr schnell aus.

Schaderreger:

Die Grauschimmelfäule (Botrytis cinerea) ist eine Pilzerkrankung, die unter ungünstigen Witterungsbedingungen den gesamten Fruchtbesatz zunichte machen kann. Der Pilz überwintert auf abgestorbenen Pflanzenteilen und infiziert die Pflanze über die Blütenorgane. Später greift der Pilz auf die Früchte über.

Gegenmaßnahmen:

Einem Befall sollte zunächst dadurch vorgebeugt werden, dass beim Pflanzen der Erdbeeren bereits auf einen ausreichenden Pflanzabstand geachtet wird. Eine übermäßige Stickstoffdüngung während der Kultur sollte vermieden werden. Eine weitere wichtige Maßnahme ist das Einbringen von Stroh oder Holzwolle in die Reihen, um zu vermeiden, dass die Früchte direkt auf dem feuchten Boden aufliegen.

In sehr feuchten Jahren könnten zusätzlich spezielle Fungizidmaßnahmen durchgeführt werden. Hierzu wäre z. B. der Einsatz des Präparates Bayer Garten Obst-Pilzfrei Teldor möglich. Die Spritzungen mit diesen Fungiziden müssen zu Beginn der Blüte, zur Hauptblüte und eventuell kurz nach der Blüte stattfinden. Wichtig dabei ist es, dass alle Pflanzenteile, auch die im Innern der Pflanze, ausreichend mit der Spritzflüssigkeit benetzt werden. Die Wartezeit zwischen Anwendung des Mittels und der Ernte beträgt 3 Tage.


Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst
Nevinghoff 40, 48147 Münster
 
Die auf den Packungen angegebenen Anwendungsvorschriften müssen sorgfältig eingehalten werden.

Autor: Andreas Vietmeier