Rebenpockenmilbe (Blattgallmilbe) an Weinrebe

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Schadbild der Rebenpockenmilbe

Schadbild:

Auf den Blättern von Weinreben zeigen sich blasen- oder pockenartige Aufwölbungen. Diese sind meist grün oder gelblich grün gefärbt, können aber auch leicht rötlich sein. An den Unterseiten sind die Stellen im Bereich der Pocken von einem weißlichen, später auch bräunlichen, filzartigen Belag bedeckt.

Schaderreger:

Der verantwortliche Schädling, die Rebenpockenmilbe (Eriophyes vitis), gehört zur Gruppe der Gallmilben. Diese Milben sind winzig klein (etwa 0,15 mm) und nur bei ausreichender Vergrößerung zu erkennen.

Erste Schäden durch die Rebenpockenmilbe zeigen sich schon kurz nach Beginn des Austriebs (Blattpocken). Die Auswirkungen auf das weitere Wachstum und die eigentliche Ertragsbildung sind aber trotz auffälliger Blattsymptome eher gering.

Gegenmaßnahmen:

Bekämpfungsmaßnahmen dürften nur im Ausnahmefall erforderlich sein. Sie könnten zum Beispiel durch mehrmalige und vorbeugende Anwendungen mit einem Netzschwefel-Präparat wie COMPO Mehltau-frei Kumulus WG oder Netz-Schwefelit WG erfolgen (Nebenwirkung). Außerdem wären Mineral- beziehungsweise Rapsöl-Präparate (u. a. Celaflor Austrieb-Spritzmittel) einsetzbar. Die Spritzungen sollten ab Beginn des Austriebs durchgeführt werden.


Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Pflanzenschutzdienst
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Die auf den Packungen angegebenen Anwendungsvorschriften müssen sorgfältig eingehalten werden.

Autor: Andreas Vietmeier