Zwischenfruchtanbau

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Zwischenfruchtmischung

Was beinhaltet der Zwischenfruchtanbau?

Der Zwischenfruchtanbau umfasst die Einsaat von Zwischenfruchtmischungen (Saatgutmischungen insbesondere aus Arten wie Grünroggen, Ölrettich, Ackersenf, Buchweizen, Phacelia u. a.) möglichst nach Ernte der Hauptfrucht.


Welchen ökologischen Vorteil bietet der Zwischenfruchtanbau?

Der Zwischenfruchtanbau hat neben der Verminderung von Nährstoffauswaschung und den Vorteilen für wildlebende Tiere der Feldflur noch weitere positive Effekte:

Die wesentlichen Anbauziele für den Zwischenfruchtanbau sind:

  1. Steigerung der Biodiversität
  2. Nährstoffbindung
  3. Futternutzung
  4. Humusanreicherung
  5. Unkrautunterdrückung
  6. Erosionsschutz
  7. Lockerung im Unterboden
  8. Krümelbildung im Oberboden
Blühende Zwischenfruchtfelder dienen als Nahrungs- und Bruthabitat für viele Bestäuberorganismen, sie sind wertvolle Nektarspender für die Honigbiene und Wildbienenarten wie zum Beispiel den Hummeln und leisten somit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Biodiversität auf Ackerstandorten. Blühmischungen können durch langanhaltendes und vielfältiges Blütenangebot das Nahrungsdefizit im Sommer und Herbst auf den Ackerflächen, wenn die übrigen Kulturpflanzen, wie Raps, ihre Blühphase abgeschlossen haben, entschärfen. Dementsprechend ist auch das Stehenlassen über die Samenreife hinaus von besonderer Bedeutung, sodass auch nach Vegetationsende noch Sämereien zur Verfügung stehen und positive Effekte erreicht werden.

Zwischenfrüchte stellen Nahrung, Schutz und Deckungsmöglichkeiten für wildlebende Tiere der Feldflur bereit und erhöhen die Lebensraumvielfalt.


Welche Programme gibt es, um den Zwischenfruchtanbau fördern zu lassen?

Für landwirtschaftliche Betriebe gibt es in Nordrhein-Westfalen Möglichkeiten Uferrandstreifen im Rahmen folgender (Förder-)Programme:

  • Für das Greening als ökologische Vorrangfläche.
Der Zwischenfruchtanbau wird seit dem Antragsjahr 2020 nicht mehr als Agrarumweltmaßnahme gefördert.

Die förderrechtlichen Details zu den verschiedenen Maßnahmen sind im Maßnahmenfinder Biodiversität zu finden.


Ansprechpartner

Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Standortentwicklung, Ländlicher Raum
Team Biodiversität
Gartenstraße 11
50765 Köln
Telefon: 0221 5340-335
Telefax: 0221 5340-196335
E-Mail: biodiversitaet@lwk.nrw.de

Stiftung Rheinische Kulturlandschaft
www.rheinische-kulturlandschaft.de

Stiftung Westfälische Kulturlandschaft
www.kulturlandschaft.nrw


Weiterführende Informationen:

Zwischenfruchtrechner
www.riswick.de/versuche/pflanzenbau/futterbau/veroeffentlichungen/zwischenfruchtrechner.htm