Das Erdmandelgras - Gefahr aus dem Garten?

Erdmandelgras in der BlüteBild vergrößern
Erdmandelgras

Erdmandeln, auch Chufas oder Tiger NUTS genannt, sind derzeit als so genanntes Superfood im Trend. Sie sind reich an präbiotischen Ballaststoffen, liefern wertvolle ungesättigte Fettsäuren, enthalten Magnesium, Kalium, Eisen und Vitamin E, haben einen niedrigen glykämischen Index, sind glutenfrei, für Nussallergiker geeignet und schmecken angenehm süß nach Mandel (namensgebend) und Vanille. Deswegen wird das Erdmandelgras (Cyperus esculentus) als Trendpflanze im stationären und im Online-Handel aktuell stark beworben, wodurch es gegenwärtig die Haus- und Kleingärten erobert.

Invasives Unkraut gefährdet heimische Lebensmittelproduktion

Aus Sicht der heimischen Landwirtschaft ist Erdmandelgras als ein invasives Unkraut zu sehen, das sich sehr schnell verbreitet, kaum bekämpfbar ist und hierdurch unsere heimische Lebensmittelproduktion gefährdet. International wird es zu den 20 gefährlichsten Unkräutern der Welt gezählt. In Niedersachsen wird ein Befall seit Anfang der 80er Jahre beobachtet, dieser hat sich exponentiell ausgedehnt – auf aktuell mindestens 250.000 Hektar. Auch in Nordrhein-Westfalen breitet es sich sehr stark aus. Nach aktuellen Schätzungen der Landwirtschaftskammer NRW ist es bereits auf etwa 25.000 Hektar in NRW zu finden.

Über die Gefahren, die Verbreitung und die Bekämpfung informiert ausführlich ein Flyer, den das Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW unter Mitarbeit der Landwirtschaftskammer NRW herausgegeben hat.